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Tommy Haas macht sich Sorgen Alexander Zverev "zerstört sich selbst"

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Alexander Zverev erlebt bislang eine Sandplatzsaison zum Vergessen.

(Foto: imago images / HochZwei/Syndication)

Tommy Haas sieht Tennisstar Alexander Zverev in einer bedrohlichen Abwärtsspirale. Der Fünfte der Weltrangliste befindet sich seit Wochen in einer sportlichen Krise. Haas kritisiert vor allem die Einstellung und die mangelnde taktische Flexibilität des 22-Jährigen.

Der frühere Topspieler Tommy Haas sieht die Ursache für die derzeitige Formkrise von Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev vor allem in dessen Problemen bei der Einstellung. "Das Selbstvertrauen ist weg, er hadert viel, zieht sich noch weiter runter und zerstört sich selbst. Er hat zu viele Fragezeichen im Kopf", sagte Haas der "Sport Bild". "Was er dringend braucht, ist ein Erfolgserlebnis."

Auch die Trennung von Freundin Olga und der schwelende Rechtsstreit mit Ex-Manager Patricio Apey haben laut Haas Auswirkungen auf Zverevs Spiel. Zudem forderte der frühere Weltranglistenzweite von dem 22-Jährigen mehr taktische Flexibilität. "Zverev spielt immer relativ gleich", sagte Haas: "Er kann noch aggressiver werden, schneller auf Angriff umschalten, auch mal selbst den Gewinnschlag suchen."

Bei den am Sonntag beginnenden French Open traut Haas dem Weltranglistenfünften dennoch Einiges zu. "Wenn er drei Matches gewonnen hat und das Selbstvertrauen zurück ist, muss man ihn erst mal wieder schlagen", meinte er. Zverev hat in der bisherigen Sandplatzsaison in zwölf Spielen nur sechs Siege gefeiert. Derzeit versucht er, beim Turnier in Genf kurzfristig noch zusätzliche Matchpraxis zu bekommen.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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