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Handball-WM im Re-Live "Bad Boys" zerlegen überforderte Chilenen

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Ein Fingerzeig an die Konkurrenz.

(Foto: dpa)

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Ohne große Mühe bezwingt die deutsche Handball-Nationalmannschaft die völlig überforderten Chilenen. Wie die Lehrstunde für die Südamerikaner gelaufen ist, können Sie hier noch mal nachlesen.

ABPFIFF: Durch den zweiten Sieg und das nun hervorragende Torverhältnis übernimmt Deutschland die Spitze in der Gruppe C. Das nächste Spiel gibt's am Dienstag gegen Saudi-Arabien. Los geht's dann wieder um 17.45 Uhr - gerne auch wieder mit uns. Bis dahin verabschiedet sich Tobias Nordmann und wünscht Ihnen noch einen schönen Wochenend-Ausklang. Machen Sie's gut.

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie übrigens hier.

ABPFIFF: Pflichtaufgabe erledigt. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft setzt sich mit einer sehr konzentrierten Leistung gegen die völlig überforderten Chilenen durch. Drei Dinge können wir festhalten:

  • Dagur Sigurdsson hat zwei hervorragende Keeper im Kader. Nach der herausragenden Leistung von Silvio Heinevetter gegen die Ungarn am Freitag, hat auch Andreas Wolff heute absolut überzeugt.
  • Die vermeintlichen Ersatzspieler um Rune Dahmke und Jannik Kohlbacher spielen ohne dass in der Mannschaft ein Qualitätsverlust zu beobachten wäre.
  • Und: Uwe Gensheimer ist aus sieben Metern einfach nicht zu stoppen.

60. Minute, 35:14: Den Schlusspunkt setzt mal wieder Kohlbacher.

60. Minute, 34:14: ... der aber verpufft, weil Salidas nicht fängt. Nunja.

60. Minute, 34:14: Coach Mateo Garralda nimmt die Auszeit, er hat offenbar noch einen Plan...

59. Minute, 34:14: Esteban Sailnas schraubt sein Torkonto auf zwei. Der Kreisläufer hatte aber auch verdammt viel Platz...

58. Minute, 34:13: Puh, jetzt wird's unlustig für die tapferen Chilenen. Wieder Siebenmeter, wieder Gensheimer. Seine Bilanz in diesem Turnier: 12 Würfe, 12 Treffer.

57. Minute, 33:13: Die Südamerikaner haben aufgegeben. Wieder ist der Ball schneller weg, als die Chilenen gucken können. Die Deutschen spielen Kühn frei, der nagelt den Ball an Oliva vorbei.

57. Minute, 32:13: Ballverlust Chile, Gegenstoß DHB, Torschütze? Kohlbacher? Ne, so einfach ist es dann doch nicht, Dahmke mogelt sich vor.

56. Minute, 31:13: Wer ist jetzt dran? Natürlich, Dahmke.

56. Minute: 30:13: Abwehrmann Victor Donoso mit einem sehr sehenswerten Treffer aus dem Rückraum - und das in Unterzahl.

55. Minute, 30:12: Jetzt also wieder Kohlbacher, zusätzlich noch zwei Minuten für Chile.

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Topleistung: Rune Dahmke.

(Foto: dpa)

54. Minute, 29:12: Dahmke und Kohlbacher machen heute reichlich Werbung für sich. Fast abwechselnd treffen die beiden Youngster jetzt. Diesmal darf sich wieder der Kieler in die Torjägerliste eintragen.

51. Minute, 28:12: Gensheimers dritter Auftritt, dritter Siebenmeter für Deutschland und Gensheimers dritter Treffer. Starke Bilanz bei einer Einsatzzeit von ja eigentlich null Sekunden.

51. Minute, 28:12: Wolff auch mal wieder machtlos, Salinas trifft.

50. Minute, 27:11: Feinster Standhandball, kein Tempo, kaum Begwegung. Trotzdem landet der Ball bei Kohlbacher und der erzielt seinen sechtsen Treffer. Damit ist er deutscher Topscorer.

49. Minute, 26:11: Gleiches Spiel, anderer Ausgang: Dahmke frei, aber Oliva ist zurück im Tor und direkt wieder zur Stelle. Dafür trifft Erwin Feuchtmann auf der Gegenseite.

48. Minute, 26:10: Mal wieder was fürs Auge. Dahmke im Gegenzug unter Bedrängnis in den Winkel - spektakulär schön.

46. Minute, 25:10: Hier ist der Dampf jetzt richtig raus. Die Chilenen können nicht mehr und die Deutschen lassen es aktuell ebenfalls sehr ruhig austrudeln.

44. Minute, 25:10: Nach 44 Minuten sind auch die Südamerikaner zweistellig. Reyes macht's ebenfalls per Siebenmeter.

43. Minute, 25:9: Uwe Gensheimer schont sich heute und spielt gar nicht mit, kommt nur aufs Feld, wenn er aus sieben Metern Maß nehmen darf. Nach einem Foul an Kohlbacher ist es mal wieder soweit. Und? Tor.

42. Minute, 24:9: Kaum getadelt, macht es Reichmann gleich besser: Kühn auf Ernst auf Reichmann, Tor.

41. Minute, 23:9: Die deutsche Abwehr verteidigt hier wirklich hochseriös und erlaubt sich keine Nachlässigkeiten. Und vorne? Chancenverwertung mittlerweile sehr gut. Dahmke nimmt das Platzangebot seines Gegenspielers gerne an, nächstes Tor für den Kieler Linksaußen.

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Alles gut für Dagur Sigurdsson und seine Jungs.

(Foto: imago/Heuberger)

38. Minute, 22:9: Tobias Reichmann erwischt nicht seinen besten Tag im Abschluss, diesmal scheitert er am nun im Kasten stehenden Felipe Barrientos. Weil dann aber auch Chile nicht trifft, schickt Kühn Kohlbacher in den Sprint. Der bullige Kreisläufer schnappt sich den Ball, wirft, trifft - ganz souverän.

37. Minute, 21:9: Glück für die Chilenen. Ein abgefälschter Ball landet beim erst 18-Jährigen Jose Lopez. Er allerdings zeigt keine Nerven und "verkürzt".

36. Minute, 21:8: Nächste Überzahl für Deutschland. Ernst sieht Kohlbacher, der vollendet artistisch am Kreis.

34. Minute, 20:8: In der Abwehr geht's für die Südamerikaner einfach zu schnell. Kaum vorne getroffen, haben sie sich hinten schon wieder einen gefangen, diesmal nutzt erneut Kühn den Platz.

34. Minute, 19:8: Harald Feuchtmann, ein Spieler aus der Bayernliga (!), mit einem schönen Solo von Außen ins Zentrum und ins Tor.

33. Minute, 19:7: Ernst mit Herz und durch die Mitte, Tor.

32. Minute, 18:7: Was macht denn Andreas Wolff da? Offenbar wartet er auf einen Foulpfiff, der bleibt aus und so schiebt Moll den Ball am zuguckenden Keeper vorbei. Skurriles Tor.

31. Minute, 18:6: Weiter geht's - und wie: Die Chilenen versuchen es wieder mit offensiver Deckung. Das interessiert Pieczkowski allerdings überhaupt nicht. Kurzer Antritt, humorloser Winkelknaller.

HALBZEIT: Das läuft hier in Rouen vermutlich noch etwas leichter, als sich das die Deutschen erhofft haben. Nach einem soliden Auftakt der Chilenen mit überraschenden Formationen in Abwehr und Angriff sind die Deutschen aber schnell davongezogen. Immer wieder kamen sie nach starken Paraden von Keeper Wolff in den schnellen Gegenangriff. Was zu meckern? Vielleicht ein wenig mehr Konzentration im Abschluss, aber das ist wirklich Klagen auf höchstem Niveau.

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30. Minute, 17:6: Zweimal scheitert Kühn, jetzt trifft er. Doch trotz des Treffers ist der Rückraumschütze des VfL Gummersbach noch nicht im Turnier angekommen. Im Gegenzug haben die Deutschen ein bisschen "Glück". Ein Tor von Pablo Baeza wird nicht mehr gegeben, weil die Schlusssirene einen winzigen Augenblick zuvor ertönt war.

29. Minute, 16:6: Erst vergibt Kühn, dann hält Wolff und wenig später veredelt Kohlbacher den deutschen Angriff auf Zuspiel von Pieczkowski.

28. Minute, 15:6: Wolff guckt grimmig. Zwei Gegentore in so kurzer Zeit, das nervt ihn! Getroffen hat übrigens Rodrigo Salinas.

27. Minute, 15:5: Jetzt finden auch die Chilenen mal wieder einen Weg an Wolff vorbei, Erwin Feuchtmann darf sich als Torschütze feiern lassen.

27. Minute, 15:4: Nächster Konter, Dahmke, Tor.

26. Minute, 14:4: Jetzt läuft's hier wie mit der Schablone aufgemalt: Parade Wolff, Gegenstoß Deutschland, Reichmann, Tor.

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Ein Wurf, ein Treffer: Uwe Gensheimer.

(Foto: REUTERS)

25. Minute, 13:4: Erster Siebenmeter, erster Auftritt von Kapitän Uwe Gensheimer. Er täuscht an, wirft, trifft. Zuvor hatte Wolff einmal mehr spektakulär gegen den alleingelassenen Salinas geklärt. Erst vier Gegentore bis hierhin. Das ist schon stark, auch wenn Chile ein ganz, ganz anderes Kaliber ist als Ungarn zum Auftakt.

23. Minute, 12:4: Und erneut wird's kurios: Drux knickt um und bleibt liegen, die Schiedsrichter lassen aber weiterspielen. Auf der Gegenseite scheitert Reyes allerdings an Wolff. Sigurdsson ist stinksauer auf die Refeeres und wird dafür eindringlich ermahnt. Drux bleibt erstmal draußen. Das sah wirklich nicht gut aus.

23. Minute, 12:4: Wilde Phase. Wiencek und Kohlbacher müssen kurz nacheinander mit Zwei-Minuten-Strafen runter. Einmal nachvollziehbar, einmal nicht. Obendrauf gibt's noch einen Siebenmeter, aber Wolff pariert gegen Esteban Salinas.

22. Minute, 12:4: Die Deutschen ärgert das freilich nur kurz - Keeper Wolff vielleicht ein bisschen länger. Egal, Kohlbacher stellt wieder auf plus acht.

21. Minute, 11:4: Häfner pennt, trabt zur Bank. Wolff kann so nicht aufs Feld, die Chilenen sehen und nutzen das. Blödes Gegentor.

20. Minute, 11:3: Erste Zeitstrafe für Deutschland: Niclas Pieczkowski muss runter. Sigurdsson nimmt Wolf raus, sechs Mann drauf, Häfner geht ins 1:1, der nächste Treffer.

19. Minute, 10:3: Die Mannschaft von Sigurdsson braucht gar keine Überzahl, ihr Tempo reicht. Schneller Pass auf Jannik Kohlbacher, der steht alleine vor Oliva, Tor.

18. Minute, 9:3: Erwin Feuchtmann kassiert zwei Minuten wegen eines Schlags gegen Häfner. Aber der erste Überzahlangriff der Deutschen bleibt ungenutzt. Wieder pariert Oliva gegen Reichmann.

16. Minute, 9:3: Was die Chilenen vorne ab und zu mal andeuten, nämlich dass sie durchaus Handball spielen können, bleiben sie hinten komplett schuldig. Die Defensive ist im Prinzip nicht vorhanden. Diesmal nutzt Ernst die irrwitzig großen Lücken.

15. Minute, 8:3: Die Deutschen lassen hier einige Chancen liegen. Wieder wird Wiencek am Kreis gefunden, aber wieder vergibt er gegen den wirklich guten Oliva. Schon zum dritten Mal. Aber der Ball bleibt bei den Deutschen. Häfner geht mit Tempo auf die offensive Verteidigung zu - und trifft.

14. Minute, 7:3: Javier Frelijj wird sensationell gut von Diego Reyes am Kreis freigespielt und trifft. Sehenswerte Aktion!

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13. Minute, 7:2: Die Südamerikaner sind hier überfordert, das muss man so sagen: Tempogegenstoß, Dahmke, Tor.

11. Minute, 6:2: Das sieht nicht nach Stress für Deutschland aus. Parade Wolff, Pass Wolff, Tor Kai Häfner.

9. Minute, 5:2: Wieder ein schlechter Abschluss von den Südamerikanern, wieder hat Wolff keine Mühe. Im Gegenzug ist Wiencek erneut frei, weil die Chilenen hier extrem offensiv verteidigen und den Kreis komplett vernachlässigen. Übrigens: Was hier im deutschen Tempospiel bisher untergeht: Rene Oliva, Torwart des Außenseiters, hat hier schon zwei-, dreimal gut gehalten.

8. Minute, 4:2: Wolff ist zur Stelle und leitet den nächsten Angriff ein, den vollendet Kühn.

6. Minute, 3:2: Die Chilenen lassen sich erstmal nicht abschütteln. Pablo Baeza verkürzt. Im Gegenzug scheitert Reichmann im Gegenstoß am Pfosten.

6. Minute, 3:1: Die Deutschen haben's eilig. Wieder Pass auf Wienczek, wieder drin.

5. Minute, 2:1: Glück für die Chilenen, aber das Tor: Der Wurf von Christian Moll wird abgefälscht und trudelt an Wolff vorbei in den deutschen Kasten.

3. Minute, 2:0: Ballverlust von Chile, Ballgewinn Ernst, Pass auf Wiencek am Kreis, der den Ball unter die Latte donnert. Die Südamerikaner beginnen hier übrigens mit einer völlig unerwarteten Aufstellung: Fast alle Spieler, die gegen Weißrussland nur wenig oder keine Spielzeit bekommen haben, dürfen sich hier zeigen.

2. Minute, 1:0: Erster Angriff, erstes Tor. Nach einem Freiwurf für die Deutschen hat Ernst den Ball, lässt seinen sehr offensiv verteidigenden Gegenspieler aussteigen und trifft.

1. Minute, 0:0: Los geht's: Die Chilenen haben Anwurf. Das Team von Coach Sigurdsson beginnt derweil im Tor mit Andreas Wolff, im Feld starten Tobias Reichmann, Simon Ernst, Patrick Wiencek, Finn Lemke, Julius Kühn und Rune Dahmke.

14.43 Uhr: Die Mannschaften werden dem Publikum in Rouen vorgestellt, jetzt noch die Nationalhymnen und dann kann es losgehen. Der Tipp unserer Redaktion: 36:21 für Deutschland.

14.41 Uhr: Erwin Feuchtmann, einer von drei Brüdern (die beiden anderen heißen Harald und Emil) mit deutschen Wurzeln im Team der Südamerikaner, bezeichnete den 32:28-Erfolg zum Turnierauftakt am Freitag gegen Weißrussland als "Traum". Der Sieg gebe dem chilenischen Handball neue Hoffnung. "Wir haben keine Angst vor Deutschland", sagte Feuchtmann, zuletzt in der Bundesliga beim TBV Lemgo unter Vertrag. An die Erfolge der Fußballer ihres Landes können die chilenischen Handballer indes nicht anknüpfen, doch immerhin qualifizierten sich die Südamerikaner zum vierten Mal in Folge für eine WM. Die Leistungen auf der großen Handball-Bühne blieben bisher aber überschaubar. Bei der WM 2011 reichte es zu Platz 22, bei den Endrunden 2013 und 2015 wurde es am Ende jeweils Rang 23.

14.35 Uhr: Bleibt Weltklasse-Torhüter Andreas Wolff erneut 60 Minuten auf der Bank? Sollte sein ebenfalls hochklassiger Kollege Silvio Heinevetter wie schon gegen die Ungarn überragend halten, wäre das gut möglich. Sigurdsson allerdings hält sich bedeckt. "Ich treffe keine Entscheidung wie im Fußball, dass man einen ersten Mann im Tor haben muss. Wir haben einen großen Kader, alle werden spielen", sagt er.

14.29 Uhr: Deutschland und Chile sind zuvor noch nie bei einer WM aufeinander getroffen. Alles andere als ein klarer Sieg für die DHB-Auswahl wäre eine Überraschung. Allerdings machten Trainer Sigurdsson und sein Team zuletzt nicht so gute Erfahrungen mit südamerikanischen Mannschaften. Bei den Olympischen Spielen in Rio unterlagen die Bad Boys Gastgeber Brasilien. Bei der vorherigen WM in Katar war nur mit großer Mühe ein Sieg gegen Argentinien gelungen.

14.25 Uhr: Die deutschen Handballer gehen als klarer Favorit in ihr zweites WM-Spiel gegen Chile (Anwurf 14.45 Uhr). "In meinen Augen sind wir klar besser", sagt Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Dennoch hält er die Südamerikaner für "unberechenbar". Sein Team bereitete er mal wieder auf eigene Art und Weise auf den Gegner vor. Zwei Aspekte sind vor dem zweiten WM-Match besonders interessant: die Torhüterfrage und wann der Kapitän sein Team nochmal verlassen wird. Mit dieser kurzen Einschätzung herzlich Willkommen zu unserem Liveticker. Ich wünsche Ihnen viel Spaß!

Quelle: ntv.de