Die ehemalige deutsche Basketball-Nationalspielerin Birgit Menz ist tot. Wie der Deutsche Basketball Bund mitteilte, erlag sie am Freitag einer schweren Krankheit. "Wir sind fassungslos und sehr traurig. Wir wussten, dass Biggi schwer krank war, aber ihr Tod ist dennoch ein großer Schock für uns", wird DBB-Präsident Ingo Weiss zitiert. "Sie war eine tolle Spielerin und ein wunderbarer Mensch. Wir werden Biggi nie vergessen und ihr ein ehrendes Andenken bewahren." Sie wurde nur 52 Jahre alt.
Birgit Menz, ihr Mädchenname war Eggert, bestritt in ihrer Karriere insgesamt 94 Länderspiele - zunächst für die DDR und nach der Wende dann 70 Einsätze im DBB-Trikot. Sie galt jahrelang als eine der besten Verteidigerinnen der DBBL, war über Jahre Steal-"Königin" und gehörte zu den besten zehn Werferinnen und Spielerinnen der Liga. So würdigt sie der DBB auf seiner Homepage. Besonders bemerkenswert ist, dass Menz von 2005 bis 2007 in Jena noch mit ihren beiden Töchtern Tina und Jenny gemeinsam in einer Mannschaft spielte. Ihr Mann Frank Menz war von 2012 bis 2014 Männer-Bundestrainer.
In der Bundesliga war sie für Wemex Berlin und BG Chemnitz, in der 2. Liga für TuS Jena aktiv. Zu ihren größten Erfolgen zählten EM-Bronze 1997 in Ungarn und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1998 in Deutschland. Ein Jahr später absolvierte sie ihr letztes Länderspiel. 2013 wurde sie dann aber mit der Nationalmannschaft Ü45 in Thessaloniki Weltmeisterin. Im Endspiel schlug das deutsche Team Russland mit 64:44. Es war der erste Titel einer deutschen Mannschaft bei einer Basketballweltmeisterschaft.