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"Das ist eben das Nervige" Becker feuert gegen Zverev, Zverev kontert

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Becker (rechts) kritisierte, Zverev (links) will sich lieber auf Olympia konzentrieren.

(Foto: dpa)

Alexander Zverev scheitert krachend im Wimbledon-Achtelfinale und Boris Becker bescheinigt der deutschen Nummer eins im Tennis zu wenig Lernfähigkeit und eine zu passive Spielweise. Zverev müsse endlich die gleichen Fehler abstellen. Die Antwort des 24-jährigen Profis lässt nicht lange auf sich warten.

Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev macht aus Sicht von Boris Becker nach wie vor die gleichen Fehler. "Zverev scheitert an Zverev und nicht an dem Gegner", sagte Becker dem TV-Sender Eurosport, für den er als Experte arbeitet, im Podcast "Das Gelbe vom Ball". Der 24 Jahre alte Hamburger war in der vergangenen Woche bereits im Achtelfinale von Wimbledon gescheitert, wo Tennis-Idol Becker dreimal den Titel holte.

Der 53-Jährige hatte das Aus gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime als Experte für den britischen Sender BBC verfolgt. Zverev habe das Potenzial, Grand-Slam-Turniere zu gewinnen, bescheinigte Becker dem letztjährigen Finalisten der US Open. "Aber er muss die gleichen Fehler abstellen, und das ist eben das Nervige, dass sich das von Grand Slam zu Grand Slam wiederholt", sagte der ehemalige Chef für das deutsche Herrentennis.

"Boris' Meinung kenne ich ja"

"In kritischen Phasen bleibt er zu passiv, er steht hinter der Grundlinie und hofft, dass der Gegner einen Fehler macht", erklärte Becker. Das reiche für Zverev gegen die schlechter platzierten Spieler, aber die Besseren würde eben keinen Fehler machen. Der Weltranglisten-Fünfte bereitet sich nach dem Ausscheiden in Wimbledon und einigen freien Tagen nun auf die Olympischen Spiele vor. Das Tennis-Turnier in Tokio dauert vom 24. Juli bis zum 1. August.

Zverev hat nun die Kritik von Boris Becker an seiner Lernfähigkeit und Spielweise zurückgewiesen. "Ich weiß, woran ich arbeiten muss, um Grand Slams zu gewinnen, und das tue ich", sagte Deutschlands bester Tennisspieler der "Bild"-Zeitung. "Boris und ich kennen uns schon lange. Da weiß einer, was der andere denkt. Boris' Meinung kenne ich ja. Die ist ja nicht neu."

Zverev wartet noch auf seinen ersten Endspielsieg bei einem Major-Turnier, 2018 konnte er dagegen mit dem Sieg bei den ATP-Finals in London ein Ausrufezeichen setzen. 2020 erreichte er das Finale der US Open, im selben Jahr bei den Australian Open und ein Jahr später bei den French Open das Halbfinale. In der kommenden Woche reist der 24-Jährige nach Tokio, um am olympischen Tennis-Turnier teilzunehmen. "Mir geht es jetzt darum, dass ich Gold für Deutschland hole", sagte Zverev, "und darauf bereite ich mich vor."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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