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Trotz doppeltem Missgeschick Biathleten legen tollen Start bei Weltcup hin

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Benedikt Doll, Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand and Simon Schempp (v.l.n.r.)

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit zwei Podestplätzen sind die deutschen Biathleten verheißungsvoll in den Winter gestartet. Selbst zwei Missgeschicke trübten die Stimmung nicht. Die Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner äußert sich erwartungsvoll: "Wir gehören wieder zur Weltspitze."

Eine verschollene Brille und ein verpatzter Staffelwechsel - abgesehen von den kleinen Missgeschicken feierten die deutschen Biathleten einen glänzenden Auftakt in den WM-Winter. Beim Weltcup im schwedischen Östersund verpassten die beiden Mixed-Staffeln zwar den Sieg, zwei Podestplätze aber schürten Hoffnungen auf die rasche Fortsetzung der Erfolgsgeschichte. "Das war ein toller Start in die Weltcupsaison", schrieb Simon Schempp bei Facebook über das Bild, das den besten DSV-Athleten des zurückliegenden Winters mit seinen strahlenden Mitstreitern Benedikt Doll, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand zeigte.

Schempp hatte das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) hinter den Norwegern auf einen starken zweiten Platz geführt - zwischenzeitlich aber den Durchblick verloren. "Ich war ein bisschen verwirrt, habe mich noch umgeschaut", sagte der Uhinger. Seine Brille, die sich nach dem Schießen erst im Gewehrriemen verheddert hatte und später irgendwo auf der Loipe gänzlich verloren ging, war aber unauffindbar. "Dennoch war es ein solides Rennen. Ich denke, darauf können wir aufbauen", sagte Schempp.

Sturz beim Wechsel auf Hinz

Die gleichen Worte hatten er und Männer-Bundestrainer Mark Kirchner auch nach den hochkarätig besetzten Testwettkämpfen in Sjusjoen gewählt, bei denen der 27-Jährige in der Vorwoche gleich zweimal triumphierte. "Das waren zwei richtig gute Rennen", sagte Schempp, der in den kommenden Monaten wieder Deutschlands heißestes Eisen im Weltcup sein sollte: "Es gibt aber keine Garantie, dass es in der Saison auch so läuft. Ich werde einfach so weitermachen und sehen, was rauskommt." Noch besser als Schempp kam am Sonntag Doll zurecht, der sich nur einen Fehlschuss leistete.

Auch die beiden Frauen im DSV-Quartett zeigten gute Vorstellungen - wenn da nicht diese eine Sache gewesen wäre. "Es war so voll, und ich kam mit so viel Schwung von hinten an, dass ich nicht wusste, wo ich hin soll. Irgendwie lagen wir dann plötzlich alle", sagte Hildebrand über den Sturz beim Wechsel auf Hinz. "Die neue Wechselvariante", scherzte Hinz, "hat sich nicht ganz bewährt. Wir werden wohl wieder auf die Altbewährte zurückgreifen."

Mit dieser hatte die Single-Mixed-Staffel mit Maren Hammerschmidt und Daniel Böhm beim Sieg der Norweger den dritten Rang belegt und damit schon früh für strahlende Gesichter gesorgt. "Mir hat ganz, ganz viel sehr gut gefallen", sagte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner in ihrer Rolle als ARD-Expertin: "Alle haben sich super präsentiert. So kann es weitergehen." Dank des straffen Wettkampfkalenders steht am Mittwoch ab 17.15 Uhr mit dem Klassiker der Männer über 20 Kilometer das erste Einzelrennen auf dem Programm, einen Tag später absolvieren die Frauen 15 Kilometer. Dass dabei Überfliegerin Laura Dahlmeier wegen eines Infekts noch fehlen wird, scheint verschmerzbar - glaubt zumindest Neuner. Denn: "Wir gehören wieder zur Weltspitze."

Quelle: ntv.de, jki/sid

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