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Schlechtester Start seit 2009 Biathletinnen verpatzen Saisonauftakt

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Franziska Hildebrand kam als beste Deutsche auf Platz 13.

(Foto: imago/Bildbyran)

Das erste Einzelrennen der neuen Biathlon-Saison endet ohne einen Podestplatz für die deutschen Skijägerinnen. Während Superstar Laura Dahlmeier krank zu Hause auf der Couch liegt, siegt im schwedischen Östersund bei eisiger Kälte eine Weißrussin.

Ohne ihre erkrankte Ausnahmekönnerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen im ersten Einzelrennen des Olympia-Winters die Podestplätze klar verpasst. Beim Weltcup-Auftakt in Östersund lief Franziska Hildebrand über die 15 Kilometer als beste Deutsche auf Rang 13. Damit verfehlten die Schützlinge von Bundestrainer Gerald Hönig erstmals seit 2009 zum Saisonstart einen Platz in den Top Ten. Den Sieg sicherte sich die Weißrussin Nadjeschda Skardino vor der Norwegerin Synnøve Solemdal und Julia Dzhyma aus der Ukraine. Das Trio blieb fehlerfrei.

Obwohl gute Bedingungen im sonst auch mal windanfälligen Östersunder Skistadion herrschten, verfehlten die Schützlinge von Hönig zu viele Scheiben. Auch die Laufzeiten waren abgesehen von Denise Herrmann, die nach vier Strafminuten 23. wurde, nicht konkurrenzfähig. Ausgerichtet ist der Formaufbau aber ohnehin auf die Olympischen Spiele im Februar.

Schmerzhafte Vorbereitung

"Die Kälte war für mich am problematischsten, meine Hände wurden mit jeder Runde kälter. Das macht es besonders schlecht beim Schießen", sagte Hildebrand, die bei minus zwölf Grad nur den vorletzten ihrer 20 Schuss daneben setzte, im ZDF. Dabei hatte die 30-Jährige mit großen Schwierigkeiten in der Saisonvorbereitung zu kämpfen. Die zweimalige Weltcupsiegerin hatte sich bei einem Trainingsunfall im Sommer die Außenbänder im rechten Knöchel überdehnt und das Syndesmoseband angerissen. Genauso wie Karolin Horchler konnte sie nur eingeschränkt trainieren. Die 29-Jährige war im Sommer von einem Lastwagen angefahren worden und hatte sich die Schulter gebrochen. Trotzdem schaffte es Horchler mit nur einer Strafminute auf Platz 19.

Die frühere Langläuferin Herrmann hatte sich in ihrem erst zweiten Biathlon-Winter den Weltcupstart durch ihren Sprint-Sieg im zweitklassigen IBU-Cup erkämpft. Im Sprint am Freitag werden ihr bei nur zwei Schießeinlagen auch bessere Chancen als beim Klassiker mit 20 Schuss eingeräumt. "Ich freue mich auf den Sprint. Ich bin gut in Schuss", sagte die 28-Jährige. Beim ersten Stehendschießen hatte sie nicht sauber repetiert, war so aus dem Rhythmus gekommen.

Dahlmeier steigt nächste Woche ein

Franziska Preuß schaffte es in ihrem ersten Einzelrennen seit dem 15. Januar nach zwei Strafminuten auf Platz 30. Die 23-Jährige hatte erkrankt in der Vorsaison vier Weltcups und die WM verpasst. "Es war solide, läuferisch ist es ziemlich schwer gegangen", sagte Preuß. Maren Hammerschmidt und Vanessa Hinz landeten mit jeweils drei Strafminuten auf den Plätzen 35 und 46.

Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier, die ihre Erkältung zu Hause in Garmisch-Partenkirchen auskuriert, will beim zweiten Weltcup in der kommenden Woche in Hochfilzen in die Saison einsteigen. Sie hatte das Auftaktrennen im vergangenen Winter gewonnen und sich so auf Anhieb das Gelbe Trikot der Weltcup-Gesamtführenden gesichert.

Am Donnerstag kämpfen die deutschen Männer um die beiden Weltmeister Simon Schempp und Benedikt Doll im Klassiker über 20 Kilometer um das erste Einzelpodium. Das Team komplettieren Erik Lesser, Arnd Peiffer, Johannes Kühn und Philipp Nawrath.

Quelle: ntv.de, Thomas Wolfer, dpa