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WM-Goldjunge und Silbermädchen Biathlon-Duo Lesser und Dahlmeier überzeugt

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Weltmeister bleibt man immer, das gilt ab sofort auch für Biathlet Erik Lesser.

(Foto: dpa)

Nach den drei Medaillen-Nullnummern zum WM-Start sorgt Biathlet Erik Lesser im Verfolgungsrennen für einen goldenen Befreiungsschlag und krönt sich zum Weltmeister. Wenig später jubelt das deutsche Team erneut - über Silber für Laura Dahlmeier.

Erik Lesser küsste seine Skier - dann ließ er sich für den größten Erfolg seiner Karriere feiern: Mit seinem ersten Sieg überhaupt hat der 26-Jährige bei der Biathlon-WM im finnischen Kontiolahti überraschend die Goldmedaille gewonnen. Nach einer wahrlich weltmeisterlichen Leistung ohne einen einzigen Fehlschuss setzte sich der Thüringer deutlich vor dem Russen Anton Schipulin und Tarjei Bö aus Norwegen durch.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) war es die erste Medaille in Finnland. "Das ist einfach geil, das ist phänomenal", sagte Lesser im ZDF: "Die Latten waren einfach supergut, und diesmal hatte ich auch das Glück. Es gehört viel dazu, aber ich habe von Beginn an gemerkt, dass es etwas werden kann."

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Laura Dahlmeier sorgte mit Platz 2 in der Verfolgung für einen deutschen Silberstreif in Finnland.

(Foto: dpa)

Auch Biathletin Laura Dahlmeier ließ im WM-Verfolgungsrennen nie Zweifel an ihren Medaillenambitionen und gewann Silber. Der 21-Jährigen, als Vierte ins Rennen über 10 Kilometer gegangen, fehlten letztlich 15,3 Sekunden zum Sieg. Diesen sicherte sich wie schon im Sprint die Französin Marie Dorin Habert. Bronze ging an die Polin Weronika Nowakowska-Ziemniak (+31,6 Sekunden).

"Ich bin einfach nur happy, es ist wie ein Traum", sagte die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Dahlmeier nach ihrer ersten Medaille im Seniorenbereich dem ZDF: "Davon träumt man immer. Dass es tatsächlich so eingetroffen ist, kann ich immer noch nicht begreifen."

"Jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht"

Lesser, 2014 in Sotschi Olympia-Zweiter im Einzel und mit der Staffel, trat durch seinen Erfolg in die Fußstapfen von Ricco Groß: der Ruhpoldinger hatte 2004 bei der Heim-WM in Oberhof zuletzt Verfolgungs-Gold für Deutschland gewonnen.

Die letzten Minuten seines Gold-Laufs genoss Lesser in vollen Zügen. "Jeder hatte ein Lächeln auf dem Gesicht, die Betreuer und Trainer sind auf die Strecke gekommen und haben mich angefeuert", erzählte der neue Champion. Für Benedikt Doll hingegen, als Zehnter ebenfalls aussichtsreich in das Rennen gestartet, reichte es am Ende nur zum 28. Platz.

Bundestrainer Mark Kirchner, der sich "riesig für Erik" freute, hatte seinem Duo nach der starken Vorstellung im Sprint durchaus eine Verbesserung zugetraut. "Sie haben schon oft genug bewiesen", sagte der 44-Jährige, "dass sie im Vorderfeld mitschwimmen und dort bestehen können." Wenigstens Lesser bestätigte diese Einschätzung von Beginn an.

Gar nicht erst dabei beim Wettstreit der besten 60 Sprint-Athleten war Shooting Star Simon Schempp. Der als Gesamtweltcup-Zweiter angereiste 26-Jährige hatte am Samstag "das schlechteste Rennen seit langem" abgeliefert - sieben von zehn Schüssen verfehlten dabei das Ziel. Schempp, eigentlich als Gold-Favorit nach Nordkarelien gereist, landete am Ende auf einem enttäuschenden 77. Platz. Die goldene Verfolgung von Erik Lesser erlebte er daher nur im Hotel.

Quelle: ntv.de, cwo/sid

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