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Herrmann feiert ihre Top-Form Bö läuft in die Biathlon-Geschichtsbücher

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Was für eine Saison! Johannes Thingnes Bö knackt im vorletzten Rennen den Siegrekord.

(Foto: imago images / Bildbyran)

Auch nach der Weltmeisterschaft läuft es bei den deutschen Biathleten weiter sehr gut. Denise Herrmann und Arnd Peiffer schaffen es in der Verfolgung in Oslo jeweils auf das Podium. Der Sieg bei den Herren geht an Johannes Thingnes Bö. Es ist ein historischer.

Johannes Thingnes Bö feierte seinen Lauf in die Biathlon-Geschichtsbücher mit norwegischer Flagge und Bruder Tarjei im Arm, nebendran freute sich Arnd Peiffer über eine erneute Top-Leistung. Während Bö in der Verfolgung mit seinem 15. Sieg im 24. Saisonrennen den Rekord für die meisten Erfolge innerhalb eines Winters knackte, lief Sprint-Olympiasieger Peiffer als Dritter zum fünften Mal in dieser Saison auf das Podest. Auch bei den Frauen lief's gut für Deutschland, Weltmeisterin Denise Herrmann musste sich nur der überragenden Anastasiya Kuzmina geschlagen geben.

"Ich bin sehr zufrieden, am Ende ein Podestplatz ist immer schön", sagte Einzel-Weltmeister Peiffer, dem 18,2 Sekunden auf den norwegischen Rekordmann fehlten, am ARD-Mikrofon. Bö, der bei der WM in Östersund vier Goldmedaillen gewonnen hatte, feierte nach seinem Triumph im Sprint am Vortag trotz drei Strafrunden einen Start-Ziel-Sieg vor seinem Bruder Tarjei (1 Strafrunde/13,9 Sekunden zurück).

Benedikt Doll (drei Runden) lief als Siebter ebenfalls in die Top-10. Lucas Fratzscher (eine Runde) kam auf Platz 15. Erik Lesser (24.), Johannes Kühn (32.), Philipp  Nawrath (37.) und Philipp Horn (53.)  verpassten die Top-20 hingegen. Neben dem Siegrekord, den er vom Franzosen Martin Fourcace (aufgestellt in der Saison 2016/17) übernahm heimste Bö auch die kleine Kristallkugel im Verfolgungs-Weltcup ein. Die Siege in der Gesamtwertung sowie im Sprint- und Einzel-Weltcup hatte der 25-Jährige schon vor dem Heimspiel am Holmenkollen perfekt gemacht.

"Ich bin echt wieder gut durchgekommen"

Kurz vor Bös Rekordshow hatte Herrmann, die in Östersund im Verfolger Gold gewonnen hatte, beim Weltcup-Finale erneut ihre Topform unter Beweis gestellt. "Verfolgungsrennen liefen ja bis jetzt ganz gut dieses Jahr. Ich bin echt wieder gut durchgekommen", sagte Herrmann und freute sich über ihren vierten Podestplatz des Winters. Mehr als Platz zwei war am Samstag für die 30-Jährige auch einfach nicht drin. Zu nervenstark präsentierte sich die Slowakin Kuzmina, die ihre Karriere nach dem Massenstart am Sonntag beenden will, einmal mehr und feierte dank einer fehlerfreien Schießleistung einen souveränen Start-Ziel-Sieg. 1:42,8 Minuten betrug der Vorsprung auf die Sprint-Fünfte Herrmann, Rang drei ging an Einzel-Olympiasiegerin Hanna Öberg (1/2:01,1 Minuten zurück) aus Schweden.

Franziska Preuß, die am Donnerstag noch mit Rang zwei im Sprint geglänzt hatte, musste die Hoffnungen auf ihren zweiten Weltcupsieg schon zur Rennhälfte begraben. Nach insgesamt drei Schießfehlern kam sie noch auf den siebten Rang. Die von Position 27 ins Rennen gegangene Laura Dahlmeier (3 Strafrunden) kletterte auf Rang 20 und landete einen Platz hinter Franziska Hildebrand (3). Die kleine Kristallkugel in der Verfolgungswertung sicherte sich die Italienerin Dorothea Wierer mit Rang zwölf. Die Weltmeisterin hat vor dem abschließenden Massenstart am Sonntag auch glänzende Aussichten, als erste Italienerin im Gesamtweltcup zu triumphieren. Der Vorsprung auf ihre Landsfrau Lisa Vittozzi beträgt nach Abzug der beiden Streichergebnisse 23 Punkte.

Zum Abschluss des Weltcup-Winters stehen für die Biathleten am Sonntag noch die Massenstarts an. Die Frauen gehen um 13.45 Uhr in die Loipe, die Männer starten um 16.30 Uhr (alle ARD und Eurosport).

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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