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Handball-Bundestrainer realistisch Brand verändert kaum etwas

Nach dem Debakel bei der Handball-WM wollte Nationaltrainer Heiner Brand eigentlich abtreten - doch jetzt macht er vorerst weiter. Verändern wird er wenig, zu gering sind seine Möglichkeiten.

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Bundestrainer Heiner Brand

(Foto: dapd)

Bundestrainer Heiner Brand glaubt nach dem WM-Debakel trotz aller guten Vorsätze und der Einführung des Arbeitskreises Nationalmannschaft nicht an eine schnelle Verbesserung der Situation im deutschen Handball. "Es wird sicherlich nicht so sein, dass in der nächsten Saison jede Mannschaft mit zehn deutschen Spielern aufläuft. Da gebe ich mich keinen Illusionen hin", sagte Brand.

Mit Blick auf die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Island am 9. und 13. März sagte der 58-Jährige: "Große Veränderungen wird es nicht geben, große Taktikmanöver kann es nicht geben. Wir müssen auf dem Vorhandenen aufbauen." Die Europameisterschaft ist die letzte Chance der deutschen Mannschaft, sich für die Olympischen Spiele 2012 zu qualifizieren.

"Im kleinen Bereich verbessern"

Mittel- und langfristig erhofft sich Brand gerade vom Arbeitskreis Nationalmannschaft aber positive Ergebnisse. "Wir müssen versuchen, in kleinen Bereichen wie der Nachwuchsförderung und der Anschlussförderung im Juniorenbereich Dinge zu verbessern. Dann haben wir vielleicht in Zukunft wieder eine Chance, ganz oben hinzukommen", sagte Brand.

Der Gummersbacher hatte nach zweiwöchigem Schweigen erst am Dienstag verkündet, dass er sein Amt zumindest bis zum 30. Juni und damit bis zum Abschluss der EM-Qualifikation weiter ausüben wird. Während der WM in Schweden, die mit dem elften Platz für den Deutschen Handball-Bund mit dem schlechtesten Abschneiden in der 73-jährigen Geschichte endete, war für Brand sein Rücktritt zwischenzeitlich bereits beschlossene Sache gewesen.

Quelle: n-tv.de, sid

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