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Mehr als 40 Jahre nach der Abschlussfeier sind nun die Ergebnislisten nicht mehr änderbar.
Mehr als 40 Jahre nach der Abschlussfeier sind nun die Ergebnislisten nicht mehr änderbar.(Foto: imago/Sportfoto Rudel)
Donnerstag, 08. September 2016

Trotz begründetem Dopingverdacht: DDR-Sportler dürfen 76er-Medaillen behalten

Die Verjährungsfrist läuft ab - und das IOC lässt alles, wie es ist. Die Ergebnisse der Olympischen Sommerspiele von 1976 in Montreal sind nun quasi in Stein gemeißelt. Mutmaßlich gedopte Sportlerinnen der DDR behalten ihre Medaillen.

Das Internationale Olympische Komitee wird die Ergebnislisten der Sommerspiele von 1976 im kanadischen Montreal nicht korrigieren. Unter anderem elf Goldmedaillen bleiben im Besitz von Schwimmerinnen aus der DDR. Dies bestätigte das IOC auf Anfrage der "Süddeutschen Zeitung".

"Das Thema wurde vom IOC in der Vergangenheit mehrmals angebracht und diskutiert", sagte ein IOC-Sprecher. Dabei sei man aber zu dem Schluss gekommen, "dass die Verjährungsfrist das IOC daran hindert, die Ergebnisse der Olympischen Spiele von 1976 zu ändern." Der kalifornische Senat hatte unlängst auf Drängen früherer US-Schwimmerinnen eine Resolution verabschiedet und dabei gefordert, die Ergebnisse von mutmaßlich gedopten Athletinnen zu befreien. Eine Vielzahl von DDR-Athletinnen war nach der Wende dank der Arbeit der Dopingexperten Brigitte Berendonk und Werner Franke überführt worden.

Quelle: n-tv.de