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Ungereimtheiten vor Turnier DEB-Team müht sich bei WM-Generalprobe zum Sieg

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Das DEB-Team ließ sich nach dem Sieg gegen Österreich ordentlich feiern.

(Foto: picture alliance / johapress)

Ohne die Leistungsträger von Meister Eisbären Berlin und Finalist EHC Red Bull München gewinnt das deutsche Eishockey-Nationalteam das letzte WM-Testspiel knapp. Erstmals verstärken auch mehrere NHL-Profis die Mannschaft, bei der sich bis zum WM-Auftakt noch einiges tun muss.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre WM-Generalprobe nur mit extrem viel Mühe bestanden. Die Mannschaft von Trainer Toni Söderholm gewann ihr siebtes und letztes Testspiel in Schwenningen gegen Österreich mit 3:1 (0:0, 1:1 2:0). Das kaum eingespielte DEB-Team offenbarte fünf Tage vor der WM in Finnland (13. bis 29. Mai) noch einige Ungereimtheiten. Die DEB-Auswahl trifft zum WM-Auftakt am Freitag (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) in Helsinki auf Rekordweltmeister Kanada.

Der Schwenninger Alexander Karachun (40.), Stefan Loibl (56.) und Dominik Bittner (58./empty net) trafen in der ausverkauften Helios Arena für die DEB-Auswahl, für die zum ersten Mal in der Vorbereitung die NHL-Profis Moritz Seider (Detroit Red Wings), Tim Stützle (Ottawa Senators) und Torhüter Philipp Grubauer (Seattle Kraken) aufs Eis gingen. Grubauer wurde nach knapp 28 Minuten durch Dustin Strahlmeier ersetzt. Brian Lebler (29.) hatte Österreich in Führung gebracht. "Wir haben einige Baustellen, was das Spielerische betrifft", sagte Söderholm: "Aber ich bin zuversichtlich. Man merkt, dass die Mannschaft wächst. Da ist eine Stimmung drin, worauf man viel aufbauen kann."

Insgesamt hatte Söderholm für den letzten Härtetest im Schwarzwald elf neue Spieler nominiert, darunter auch Kapitän Moritz Müller. Von den beiden DEL-Finalisten Eisbären Berlin und Red Bull München, die ihre Finalserie erst am Mittwoch beendet hatten, stand überraschend bereits der Münchner Maximilian Kastner auf dem Eis. Das endgültige WM-Aufgebot wird am Montag um 17 Uhr bekannt gegeben. Das Team hat am Montag trainingsfrei, bevor am Dienstag der Flieger nach Helsinki startet.

Steigerung im Schlussabschnitt

Vor den Augen des am Samstag einstimmig gewählten DEB-Präsidenten Peter Merten, der Franz Reindl nach acht Jahren Amtszeit beerbt hatte, setzte Deutschland die Österreicher zumindest zu Beginn unter Druck und zwang sie zu zwei frühen Strafen. Die Powerplays konnte das DEB-Team nicht nutzen und tat sich in der Folge schwer, Chancen zu kreieren.

Die beste Möglichkeit vergab der Düsseldorfer Daniel Fischbuch (16.). Auf der Gegenseite war Grubauer gegen Ali Wukovits zur Stelle (18.), kurz vor der Pause rettete beim Schlagschuss von Benjamin Baumgartner der Pfosten für Grubauer. Gegen den defensiv stabilen Weltranglisten-17. Österreich, der zusammen mit Frankreich die von der WM ausgeschlossenen Russen und Belarussen in Finnland ersetzt, hatte Deutschland auch im zweiten Drittel Probleme.

Lebler erwischte Strahlmeier kurz nach seiner Einwechslung nach wenigen Sekunden dann mit dem ersten Schuss auf sein Tor eiskalt. Kurz vor der Pause erlöste Lokalmatador Karachun die deutsche Mannschaft und stocherte die Scheibe ins Netz. Im Schlussabschnitt kam die deutsche Mannschaft etwas besser ins Spiel und hatte am Ende den längeren Atem.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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