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Island profitiert, Spanien stark Dänemark vor frühem Aus bei Handball-EM

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Dänemarks Niklas Landin haderte mit dem Ergebnis. Auch der Torwart des THW Kiel konnte dem Weltmeister und Olympiasieger nicht zum ersten Sieg bei der EM verhelfen.

(Foto: imago images/TT)

Als Weltmeister und Olympiasieger tritt Dänemark bei der Handball-Europameisterschaft an - und steht nach nur einem Punkt aus zwei Spielen vor einem Debakel. Islands Handballer nutzen die unerwartete Schwäche im Parallelspiel. In der deutschen Gruppe präsentiert sich Spanien souverän.

Weltmeister und Olympiasieger Dänemark hat das drohende Vorrunden-Aus bei der Handball-EM vorerst abgewendet, muss nach einem 24:24 (11:13) gegen Ungarn aber weiter um das Erreichen der Hauptrunde bangen. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Russland belegt das Team um Superstar Mikkel Hansen mit 1:3 Punkten nur den dritten Rang hinter Island (4:0) und Ungarn (3:1).

Die Dänen lagen nach 21 Minuten bereits mit 6:10 zurück - was vor allem daran lag, dass der dreimalige Welt-Handballer Hansen kaum zur Geltung kam. Zwar glich der Favorit innerhalb von nicht einmal vier Minuten mit einem 4:0-Lauf aus, doch zur Pause waren die Ungarn wieder vorn. Auch nach dem Wechsel blieb es eng. Kein Team konnte sich absetzen, so dass das Remis in Ordnung ging.

Island profitiert von Dänemarks Schwäche

Lachender Dritter war Island. Die Wikinger fertigten Russland mit 34:23 (18:11) ab und sicherten sich vorzeitig das Ticket für die nächste Turnierphase. Beste Werfer bei den Isländern, die zum Auftakt Dänemark düpiert hatten, waren die Bundesliga-Legionäre Alexander Petersson (Rhein-Neckar Löwen) und Bjarki Mar Elisson (TBV Lemgo) sowie Sigvaldi Gudjonsson mit jeweils sechs Toren.

In der Gruppe A feierte Kroatien beim 24:21 (8:10) gegen Serbien den dritten Erfolg im dritten Spiel. Zuvor hatte sich Weißrussland dank sieben Treffern von Mikita Wailupau durch ein 36:27 (17:11) gegen Montenegro das Ticket für die Hauptrunde gesichert. Die Weißrussen, Zehnter der vorherigen EM im Januar 2018, sind am Donnerstag erster Gegner der deutschen Mannschaft, die dank eines nach einer schwachen Schlussphase erzitterten 28:27 (16:11)-Erfolgs gegen Lettland in der Gruppe C Zweiter hinter Spanien wurde. Der Titelverteidiger setzte sich in seinem letzten Vorrundenspiel gegen EM-Neuling Niederlande locker mit 36:25 (17:13) durch und feierte im dritten Spiel den dritten Sieg.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa