Sport

Kokain-Prozess / 12. Tag Daum tritt auf der Stelle

Fußball-Trainer Christoph Daum tritt trotz seines Konsum-Geständnisses vor 14 Tagen im Kokain-Prozess vor dem Koblenzer Landgericht weiter auf der Stelle. Die mit Spannung erwartete Befragung Daums "im Sinne der Anklage" durch die Staatsanwaltschaft blieb entgegen der Ankündigung des Leitenden Oberstaatsanwalts Erich Jung aus.

Die Hoffnung von Daums Anwalts-Quintett, dass die Ankläger den Vorwurf Anstiftung zur Beschaffung von 100 Gramm Kokain fallen lassen würden, ging zudem nicht in Erfüllung.

Das Gericht beschäftigte sich über sechs Stunden mit einem Hauptbelastungszeugen. Der 47 Jahre alte ehemalige Kameramann Berthold Klinckhard, der bereits vor über einem Jahr zu 54 Monaten Haft wegen Betrügerei verurteilt worden war, hatte bereits vor 14 Tagen den Anklagepunkt der Kokain-Beschaffung vor Gericht bestätigt.

"Der Hauptangeklagte Klemens hat mir gesagt, dass er Christoph Daum ständig mit Kokain beliefert habe und dafür auch VIP-Karten für Champions-League-Spiele von Bayer Leverkusen bekommen hat", berichtete Klinckhard, der mit Rüdiger Klemens in der Justizvollzugsanstalt Koblenz ein Zimmer teilte und nach dieser Zeit den Oberstaatsanwalt mit Informationen über den Mithäftling "fütterte".

Klinckhard wollte sich über diesen Weg, wie er später selbst bestätigte, Haftverschonung verschaffen, um seine behinderte Tochter im Krankenhaus besuchen zu können.

Daums Verteidiger bezweifelten die Glaubwürdigkeit des Zeugen und bezeichneten ihn im weiteren Verlauf trotz Ermahnung der Ersten Großen Strafkammer als rücksichtslosen "Berufs-Betrüger".

Quelle: ntv.de

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