Corona-Lockdown bleibtDer Sport muss weiterhin ausfallen

Während der Profisport unter Auflagen stattfinden darf, stehen für Millionen Freizeitsportler nur private Einheiten im Trainingsplan. Reguläres Training und Wettkämpfe sind ausgeschlossen - und bleiben dies auch weiterhin.
Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport könnte bis mindestens Mitte März verlängert werden. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beraten heute Nachmittag über die Corona-Maßnahmen. Trotz der Appelle der Sportministerkonferenz für schrittweise Lockerungen sind vorerst keine Erleichterungen für den Sport vorgesehen.
Millionen Amateur- und Breitensportler müssen derzeit wegen der Beschränkungen im Corona-Lockdown auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten. Profisportler können dagegen unter Ausschluss von Zuschauern und mit strengen Hygienekonzepten weiter Spiele und Wettbewerbe ausrichten.
Die Sportministerkonferenz hatte gefordert, den Sport in sämtlichen Erörterungen und Beschlussfassungen zu Lockerungen zu berücksichtigen. Sie befürworte ein stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs im Einklang mit den Zielen des Gesundheits- und Infektionsschutzes, hieß es. Die Sportministerkonferenz hält es für erforderlich, dem Sport, beginnend mit dem Kinder- und Jugendsport, eine Perspektive aufzuzeigen, hieß es in einer Beschlussvorlage für die Kanzler-Runde. "Die überragende Bedeutung von Bewegung und Sport im Bereich des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation sollte genutzt und Sorge dafür getragen werden, dass Bewegung und Sport bei der dynamischen Entwicklung des Pandemiegeschehens eine adäquate Berücksichtigung finden", hieß es.
In der Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs bleibt jedoch offen, wie es für den Großteil der von der Corona-bedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird. Zum Sport gibt es keine konkreten Aussagen in dem Papier, das mit der Uhrzeit 7.40 Uhr am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde und das ntv vorliegt.