Ex-Bundestrainer und EM-HeldDeutschland trifft im EM-Halbfinale auf gute Bekannte

Schnelles Wiedersehen mit einem EM-Helden: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielt ihr EM-Halbfinale gegen Kroatien, den letzten Testspielgegner. Dessen Trainer führte das DHB-Team einst zum großen Coup.
Deutschlands Handballer treffen im EM-Halbfinale auf Kroatien (Freitag, 17.45 Uhr/Liveticker auf ntv.de). Durch das 38:24 von Dänemark gegen Norwegen beendete die DHB-Auswahl die zweite Turnierphase als Gruppenzweiter hinter den Dänen. Bei Punktgleichheit mit dem Weltmeister und Olympiasieger (beide 8:2) gab der verlorene direkte Vergleich den Ausschlag gegen das Team von Bundestrainer Alfred Gislason. Deutschland hatte durch ein 38:34 gegen Frankreich die Vorschlussrunde erreicht.
Die Kroaten beendeten die Hauptrunde nach einem 27:25 gegen Ungarn als Sieger ihrer Gruppe, mussten dabei aber kräftig zittern: Erst in Spielminute 46 ging die Mannschaft erstmals in Führung. Am Mittwochabend erzielte dabei kein Kroate mehr als vier Treffer, auf der Gegenseite überzeugte Bence Imre mit sieben Toren als erfolgreichster Werfer. Bei einer Niederlage wäre der Vizeweltmeister ausgeschieden, weil Co-Gastgeber sein letztlich bedeutungsloses letztes Hauptrundenspiel mit 34:21 (14:12) gewann.
"Ich freue mich sehr für den Verband, für die Menschen in Kroatien und für die Spieler, sie haben es verdient", sagte Sigurdsson, der sein Team im Vorjahr schon ins WM-Finale geführt hatte. "Es ist eine kämpferische Mannschaft mit einem guten Teamgeist, daher ist das nach harter Arbeit ein gutes Ergebnis. Man kann sehr hart arbeiten und es zahlt sich nicht immer aus, aber es ist schön, wenn es doch klappt.“
"Das zählt gar nichts"
Kurz vor der EM-Endrunde hatte die deutsche Mannschaft in zwei Test-Länderspielen gegen den WM-Zweiten jeweils Siege gefeiert (32:29 und 33:27). "Das zählt gar nichts. Wenn es darauf ankommt, können sich die Kroaten sehr gut fokussieren", sagte Gislason. Das zweite Halbfinale bestreiten Dänemark und Island.
Trainiert werden die Kroaten von Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Der Isländer hatte die deutsche Mannschaft 2016 sensationell zum EM-Titel geführt. Aus der Mannschaft von damals stehen mit Rune Dahmke, Jannik Kohlbacher und Andreas Wolff auch 2026 im Kader des DHB-Teams - und hoffen gegen ihren Ex-Trainer auf den nächsten Coup.