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Portugal entzaubert Über-DänenDeutschlands WM-Schreck gelingt riesige EM-Sensation

20.01.2026, 22:24 Uhr
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Dänemarks Superstar Mathias Gidsel wurde von Portugal gestoppt. (Foto: IMAGO/Ritzau Scanpix)

Die Vorrunde der Handball-Europameisterschaft endet mit einer riesigen Überraschung: Die scheinbar unschlagbaren Dänen werden von Portugal entzaubert und starten mit null Punkten in die nächste Turnierphase. Beide Teams sind Gegner der deutschen Mannschaft.

Portugal, Norwegen, Dänemark, Frankreich: Das Programm für Deutschlands Handballer in der EM-Hauptrunde steht fest. Durch ihren sensationellen 31:29-Erfolg gegen die Dänen sicherten sich die Portugiesen am Dienstagabend den ersten Platz in Vorrundengruppe B und sind am Donnerstag erster deutscher Gegner in der nächsten Turnierphase. Olympiasieger und Weltmeister Dänemark hatte sein Hauptrunden-Ticket bereits vor der Niederlage gelöst.

Die Niederlage gegen Portugal ist für Dänemark, das zwar zuletzt dreimal in Serie Weltmeister geworden und amtierender Olympiasieger ist, seinen letzten EM-Titel aber 2012 feierte, eine gewaltige Enttäuschung. Alles andere als der Titelgewinn wäre für die erfolgsverwöhnte Generation um Superstar Mathias Gidsel ein Desaster. Gegen Portugal, das der deutschen Mannschaft 2025 eine bittere Niederlage im WM-Viertelfinale (30:31 n.V.) beigebracht hatte, lagen die Dänen schon zur Halbzeit zurück und bekamen das Spiel trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung in der zweiten Hälfte nicht in den Griff.

In der Endphase lief besonders Martim Costa zu großer Form auf: Der Rückraumspieler erzielte ab der 50. Minute sechs der letzten acht Treffer der Portugiesen und hielt den von 15.000 Fans frenetisch angetriebenen Weltmeister bis ins Ziel auf Abstand. Acht Tore von Welthandballer Gidsel waren für die Dänen zu wenig.

Schweizer Handball-Wunder ist perfekt

Eine "beeindruckende Leistung" bescheinigte Nationalmannschafts-Manager Benjamin Chatton den Portugiesen, deren Sieg gegen den großen Favoriten "für alle Beteiligten sicher überraschend" war. Das Ergebnis mache die deutsche Hauptrundengruppe "nicht nur zur schwersten Gruppe seit Jahren, sondern zur absoluten Todesgruppe. Sie verspricht Hitchcock-Klassiker im Zwei-Tages-Rhythmus."

Dem Duell gegen den WM-Vierten Portugal folgen für die DHB-Auswahl die Partien gegen Norwegen (Samstag), Dänemark (Montag) und Titelverteidiger Frankreich (Mittwoch). Alle Spiele finden in der Jyske Bank Boxen in Herning statt. Nur die besten zwei Teams ziehen ins Halbfinale ein. Deutschland startet wie Portugal und Frankreich mit 2:0 Punkten. Norwegen, Dänemark und Spanien nehmen keine Zähler aus der Vorrunde mit.

In der Gruppe D verpassten die Färöer den erstmaligen Einzug in die Hauptrunde. Die Färinger unterlagen in Oslo trotz lautstarker Unterstützung Slowenien mit 27:30 (15:16) und mussten damit doch noch die Schweiz auf den zweiten Platz vorbeiziehen lassen. Die Mannschaft von Trainer Andy Schmid hatte sich zuvor deutlich mit 43:26 (22:16) gegen Montenegro durchgesetzt und mit dem Kantersieg dafür gesorgt, dass das Team des kleinen Atlantik-Archipels um den Kieler Rückraumstar Elias Ellefsen a Skipagötu zum Abschluss gegen die bereits qualifizierten Slowenen nicht verlieren durfte.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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