Sport

US-Tennis auf dem Weg nach oben Die Milliardärstochter, der Frust und die rosige Zukunft

392462372.jpg

Jessica Pegula ist Teil der US-Renaissance.

(Foto: picture alliance / abaca)

Artikel anhören
Diese Audioversion wurde mit Sprachproben unserer Moderatoren künstlich generiert.
Wir freuen uns über Ihr Feedback zu diesem Angebot.

Für Sebastian Korda und Jessica Pegula kommt in Melbourne das Aus. Dennoch scheinen die Aussichten im US-Tennis rosig. Auch der Deutsche Tennis Bund schaut auf die erstaunliche Renaissance des weißen Sports auf der anderen Seite des Atlantiks.

Sebastian Korda schlich frustriert aus der Rod Laver Arena, und auch Jessica Pegula packte nach dem Ende ihrer Titelhoffnungen bitter enttäuscht ihre Sachen. Es war ein deprimierender Viertelfinal-Tag für die Hoffnungsträger des aufblühenden US-Tennis bei den Australian Open. Die Zukunftsaussichten der einst so erfolgsverwöhnten Tennis-Nation erscheinen dennoch rosig.

"Mit der Gruppe, die wir haben, können wir in naher Zukunft wirklich gut abschneiden", sagte Korda, als seine Träume in Melbourne zerplatzt waren. Der 22-Jährige konnte seine Halbfinalchance gegen den Russen Karen Chatschanow nicht ergreifen, beim Stand von 6:7 (5:7), 3:6, 0:3 gab er aufgrund von Handgelenkproblemen auf.

Zehn Männer aus den Vereinigten Staaten werden nach dem Ende des Turniers zu den Top 50 der Weltrangliste gehören, neun davon 25 Jahre alt oder jünger. Und aus dem Duell zwischen Tommy Paul und Newcomer Ben Shelton (ca. 4.30 Uhr Uhr/Eurosport) wird auf jeden Fall in Melbourne noch ein Halbfinalist hervorgehen - der erste aus den USA seit Andy Roddick 2009. Präsident Dietloff von Arnim vom Deutschen Tennis Bund (DTB) kündigte bereits an, mal genauer auf den Aufschwung der Amerikaner blicken zu wollen.

Pegula nach Aus mächtig frustriert

Mehr zum Thema

Die US-Frauen werden zu neunt in den Top 50 vertreten sein und von Pegula angeführt werden, die am Dienstag aber erst einmal frustriert war. "Es nervt", sagte die Tochter des Milliardärs Terrence Pegula nach ihrer schon fünften Viertelfinal-Niederlage bei Grand Slams, diesmal unterlag sie der zweimaligen Turniersiegerin Wiktoria Asarenka aus Belarus klar 4:6, 1:6. Für Asarenka bedeutet der Erfolg, dass sie die Heimkehr zu Sohn Leo aufschieben muss. "Er möchte mich wieder zu Hause haben, und heute hat auch mein Hund Geburtstag", sagte die 33-Jährige.

Um den Finaleinzug spielt sie gegen Jelena Rybakina aus Kasachstan, die trotz ihres Wimbledon-Triumphs im vergangenen Sommer noch immer nicht die ganz große Wahrnehmung erfährt. Rybakina setzte sich in einem Duell zweier Grand-Slam-Siegerinnen gegen die Lettin Jelena Ostapenko 6:2, 6:4 durch. Ins Turnier war sie auf dem recht abgelegenen Platz 13 gestartet und hatte erst bei ihrem Achtelfinalerfolg gegen die Weltranglistenerste Iga Swiatek in diesem Jahr in der Rod Laver Arena aufgeschlagen. "Es ist nicht so wichtig, auf welchem Platz man das Turnier beginnt, sondern auf welchem Platz man das Turnier beendet", sagte sie.

Quelle: ntv.de, sue/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen