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Sieg nach schwerem Patzer Dreßen rast zum nächsten Abfahrtscoup

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Dritter Sieg in der Saison: Thomas Dreßen gewinnt die Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm.

(Foto: imago images/Oryk HAIST)

Der deutsche Skirennläufer Thomas Dreßen jubelt zum dritten Mal in dieser Saison. Er schlägt bei der Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm auch den gesamtführenden Schweizer Beat Feuz und vertagt die Entscheidung im Weltcup. An gleicher Stelle war Dreßen sein allererstes Weltcup-Rennen gefahren.

Skirennläufer Thomas Dreßen hat für das nächste Highlight gesorgt und die Weltcup-Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm gewonnen. Der 26 Jahre alte Deutsche raste zwei Wochen nach seinem Heimsieg in Garmisch-Partenkirchen trotz eines Beinahe-Sturzes auf der verkürzten Schneekristall-Piste in 1:32,96 Minuten zu seinem dritten Saisonsieg. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, dass der Ski an meinem Fuß bleibt und mich schon so positioniert, dass ich es abfange und nicht stürze", sagte Dreßen im ZDF: "Aber wie heißt's immer so schön: It's not over until the fat lady sings - und heute werde ich mitsingen."

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"Dass ich wieder in Saalbach bin, finde ich cool, da ich hier mein erstes Weltcup-Rennen überhaupt gefahren bin. Daher freue ich mich sehr auf die beiden Renntage", hatte Dreßen vor der Abfahrt zu seinem Debüt vor fünf Jahren gesagt. In einer knappen Entscheidung ließ er den früheren Weltmeister Beat Feuz aus der Schweiz mit 0,07 Sekunden und dessen Teamkollegen Mauro Caviezel mit 0,09 Sekunden hinter sich und gewann als erster Deutscher zwei Weltcup-Abfahrten hintereinander.

Coronavirus hält auch den Weltcup in Atem

Dabei hatte Dreßen sich im oberen Teil der Strecke noch einen groben Fahrfehler erlaubt, der ihn fast von der Piste geworfen hatte. "Meine Reaktion im Ziel hat es gezeigt: So ganz damit gerechnet habe ich nicht mehr", sagte er. "An der Mittelstation vorbei habe ich gedacht: Jetzt fängt das Rennen neu an. Mach das, was du mit den Trainern besprochen hast. Ist aufgegangen." Mit seiner siebten Podestfahrt in der Königsdisziplin und seinem fünften Abfahrtssieg zog Dreßen zudem mit dem bisherigen deutschen Rekordhalter Markus Wasmeier gleich.

Die Rennen in Österreich ersetzen den geplanten Testlauf auf den Olympiastrecken von Yanqing, wo wegen des Coronavirus in China nicht gefahren werden kann. "Die Entscheidung, nicht auf den olympischen Strecken zu fahren, war und ist die richtige und im Sinne von Sportlern und Betreuern", sagte Cheftrainer Christian Schwaiger. Als Ziel für Dreßen und Co gab er aus, den Schwung und das Selbstvertrauen mitzunehmen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid