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Krise beim DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin feuern Coach Jodoin

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Glücklos: Clément Jodoin als Cheftrainer der Eisbären Berlin.

(Foto: imago/Contrast)

Erst vor gut einem halben Jahr wird der Kanadier Clément Jodoin zum Cheftrainer von DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin befördert. Jetzt ist der Trainer-Routinier diesen Job schon wieder los. Nach der vierten Heimklatsche in Serie zieht der Hauptstadtklub die Reißleine.

Die Eisbären Berlin haben auf ihre immer größere Krise reagiert und sich von Cheftrainer Clément Jodoin getrennt. Nach nur gut einem halben Jahr in diesem Amt wurde der 66 Jahre alte Kanadier angesichts der vierten Heimniederlage in Serie von seinen Aufgaben entbunden, teilte der deutsche Eishockey-Vizemeister mitteilte.

Sportdirektor Stéphane Richer übernimmt vorerst das Amt des Chefcoaches beim DEL-Rekordchampion. "Die Ergebnisse in den letzten Spielen wurden absolut nicht unserem Anspruch gerecht", sagte Richer. "Das Team hat gezeigt, dass es gut spielen und gewinnen kann. Es fehlt aber die Konstanz. Wir brauchen neue Reize, um das Leistungsvermögen der Jungs besser ausschöpfen zu können."

Der Hauptstadtclub liegt nach 29 von 52 Hauptrundenspielen nur auf Platz neun der Deutschen Eishockey Liga. Der erfahrene Jodoin war erst im vergangenen Mai als Nachfolger von Uwe Krupp verpflichtet worden, eine Saison lang war er zuvor Assistent des früheren Bundestrainers gewesen.

"Mann mit absoluter Klasse"

"Wir danken Clément für seine Arbeit mit den Eisbären in den vergangenen anderthalb Jahren", sagte Geschäftsführer Peter John Lee. "Er ist ein Mann mit absoluter Klasse!" Lee wird gemeinsam mit Stefan Ustorf (Leiter für Spielerentwicklung und Scouting) vorerst Richer stärker bei den Aufgaben als Sportdirektor unterstützen.

Am Dienstag hatten die Eisbären mit 2:5 gegen die Nürnberg Ice Tigers verloren und dabei zuhause erneut wie gegen Schwenningen (1:3), Wolfsburg (1:4) und Köln (0:4) eine ernüchternde Leistung gezeigt. Vor allem in der Offensive mangelte es dem Hauptstadtclub an Durchschlagskraft.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa