Er brüskierte OlympiasiegerinnenNBA-Champion hat keine Zeit für Meister-Ehrung bei Donald Trump

Der Besuch von Champion-Teams im Weißen Haus ist bereits seit der ersten Amtszeit Donald Trumps ein politisch aufgeladenes Thema. Nun verzichtet der amtierende Meister der NBA auf die traditionelle Meisterehrung.
Der amtierende NBA-Champion Oklahoma City Thunder verzichtet an diesem Wochenende auf eine traditionelle Meister-Ehrung durch Donald Trump im Weißen Haus und verweist auf ein Zeitproblem. Das Basketball-Team um den Deutschen Isaiah Hartenstein hätte den US-Präsidenten im Rahmen des Auswärtsspiels am Samstag bei den Washington Wizards besuchen können. Das berichtet "The Athletic" und zitiert einen Teamsprecher.
"Wir standen mit dem Weißen Haus in Kontakt und sind dankbar und schätzen die Kommunikation, aber das Timing hat einfach nicht gepasst", heißt es in dem Statement. Der Besuch siegreicher Sportteams im Weißen Haus ist bereits seit der ersten Amtszeit Trumps ein politisch aufgeladenes Thema. Zuletzt hatten die amerikanischen Eishockey-Frauen nach ihrem Olympiasieg in Italien auf einen Besuch verzichtet und auf terminliche Probleme verwiesen.
Trump hatte zuvor für einige Kritik gesorgt, als er in einem Glückwunschtelefonat mit der ebenfalls siegreichen Männermannschaft scherzhaft darauf hinwies, dass er auch die Frauen einladen müsse - weil er sonst "wahrscheinlich des Amtes enthoben" werde. Die Eishockey-Männer besuchten das Weiße Haus und waren anschließend auch Gäste bei Trumps Rede zur Lage der Nation.
Die Kommentare von Trump hatten vor allem Kapitänin Hilary Knight verärgert. "Ich fand das einen geschmacklosen Witz, der leider einen Großteil des Erfolgs überschattet. Den Erfolg der Frauen bei den Olympischen Spielen, die für das Team USA antreten und erstaunliche Goldmedaillenleistungen vollbringen", sagte die zweimalige Goldgewinnerin Knight dem Sender ESPN. "Frauen sind nicht weniger wert, und ihre Leistungen sollten nicht von irgendetwas anderem überschattet werden als davon, wie großartig sie sind", sagte Knight. Die Kontroverse könne nun als "wirklich guter Lernpunkt" dienen.