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BBL-Finale startet mit Krimi FC Bayern wehrt ersten Alba-Angriff ab

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Albas Luke Sikma versucht den Korb von Bayerns Derrick Williams zu verhindern.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Heimvorteil verteidigt: Der FC Bayern gewinnt das packende erste Spiel der Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft. Trotz langer Führung muss sich Alba Berlin am Ende knapp geschlagen geben.

Titelverteidiger FC Bayern hat seinen Heimnimbus gewahrt und das erste Finalspiel der deutschen Basketball-Meisterschaft gegen Alba Berlin gewonnen. In einem hart umkämpften Auftaktduell setzten sich die Münchner 74:70 (36:37) durch und gingen 1:0 in der Best-of-Five-Serie in Führung. Die Bayern blieben damit auch im 22. Heimspiel nacheinander ungeschlagen.

Bester Münchner Schütze war vor 6500 Zuschauern im Audi Dome Nihad Djedovic mit 18 Punkten. Für Alba traf Peyton Siva mit 14 Zählern am häufigsten. Wer zuerst drei Spiele gewinnt, ist Meister. Spiel zwei findet am Mittwoch (20.30 Uhr) in der Hauptstadt statt.

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"Der Sieg ist am Ende das Wichtigste. Wir sind schwer ins Spiel reingekommen. Am Ende haben wir etwas Glück gehabt, Alba hätte auch gewinnen können", resümierte der Ex-Berliner Djedovic bei Magenta Sport.

"Wir haben gut gespielt, aber München hat die Ballverluste von uns gut genutzt, wir müssen daraus lernen", sagte US-Profi Siva. Einige diskutable Entscheidungen der Unparteiischen in der Schlussphase wollte der Aufbauspieler nicht für die Niederlage verantwortlich machen. "Die Schiedsrichter haben einen schwierigen Job. Wir können nur das kontrollieren, was wir kontrollieren können. Wir dürfen ihnen nicht die Schuld geben."

Kleber und Robben feuern FCB an

Nationalspieler Maxi Kleber von den Dallas Mavericks wünschte seiner ehemaligen Münchner Mannschaft in einer Video-Botschaft nochmal alles Gute. Vor Ort schaute sich der scheidende Münchner Fußballstar Arjen Robben das Duell an. Der Niederländer musste einen Turbostart der Berliner Gäste miterleben, die mit 11:0 davonzogen. Die anfangs nervösen Münchner von Coach Dejan Radonjic hatten riesige Probleme mit der Intensität Berliner. Erst nach dreieinhalb Minuten erzielte Djedovic die ersten Zähler für die zunächst völlig indisponierten Gastgeber. Berlins Coach Aito Garcia Reneses, der mit Alba seinen Premierentitel holen will, sah die Münchner aufschließen.

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Arjen Robben und seine beiden Söhne feuern den FC Bayern an.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Mit dem letzten Wurf im ersten Viertel brachte der Finne Petteri Koponen den FC Bayern auf 18:22 heran. "Es ist ein wichtiges Spiel, erstes Finale, das will man unbedingt gewinnen. Sie haben sich gut zurückgekämpft", sagte Robben. Die Münchner waren wie auch die Berliner ungeschlagen in ihren K.o.-Partien ins Finale gestürmt. Dass zwei Mannschaften mit einer jeweils perfekten Playoff-Bilanz ins Endspiel einzogen, schafften zuletzt Bayreuth und Leverkusen 1988/89. Von den fünf Playoff-Serien in der Bundesliga gegen Alba haben die Münchner sogar alle fünf gewonnen.

19 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels war Radonjic' Team, das seine Wurfquote aus dem Feld nach und nach verbessern konnte, nach einem Dunk von Nemanja Dangubic sogar erstmals knapp vorne (36:35). Die Partie blieb packend und eng. Zwischenzeitlich setzten sich die Berliner im dritten Viertel mit einem 7:0-Lauf zwar auf 51:47 leicht ab, einen richtigen Rhythmus konnten sich aber auch die Gäste nicht erarbeiten. Dann liefen die Gäste nach erfolgreichen Distanzwürfen auf einmal heiß und lagen mit 64:56 in Front. Die Münchner kämpften aber - und wie! Nachdem Kapitän Danilo Barthel kurz vor dem Schluss drei Freiwürfe verwandelt hatte, war der Heimsieg perfekt.

Quelle: n-tv.de, Martin Moravec, dpa

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