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Überraschendes Aus für Anderson Federer müht sich in dritte Runde

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"Ich habe es genossen", sagt Roger Federer über das Duell mit Daniel Evans.

(Foto: imago/Hasenkopf)

Am Ende siegt Roger Federer in drei Sätzen, doch für seinen Drittrunden-Einzug bei den Australian Open muss sich der Titelverteidiger ganz schön strecken. Außerdem braucht er über zweieinhalb Stunden. Für eine Überraschung sorgt aber ein anderer Spitzenspieler.

Titelverteidiger Roger Federer hat die erste Prüfung bei den diesjährigen Australian Open überstanden und die dritte Runde erreicht. Der langjährige Tennis-Weltranglisten-Erste bezwang den starken Briten Daniel Evans in Melbourne mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), 6:3. Evans ist zwar nur 189. der Weltrangliste und musste durch die Qualifikation, war vor einer Dopingsperre aber schon die Nummer 41 der Welt und Davis-Cup-Sieger.

Federer lobte nach der 2:35 Stunden langen Partie zu Recht seinen Kontrahenten, der ihm einiges abverlangte. "Er hat sehr gut gespielt, es war für mich nicht leicht, mich abzusetzen", sagte Federer, der die beiden Duelle zuvor mit Evans deutlich gewonnen hatte: "Er variiert und verteidigt gut. Es war wie ein Katz-und-Maus-Spiel. Ich habe es genossen."

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Daniel Evans hat seinem Gegner das Leben schwer gemacht.

(Foto: imago/Hasenkopf)

Mit seiner eigenen Leistung war der 37-Jährige zufrieden. "Ich denke, dass ich gut gespielt habe", sagte Federer. "Wenn ich den zweiten Satz eher zugemacht hätte, wäre es vielleicht einfacher gewesen." Evans wehrte dort bei einem 3:5-Rückstand zwei Satzbälle ab und schaffte danach das Rebreak, ehe er auch den zweiten Tiebreak verlor. Im ersten Satz führte er bereits 5:3 und half Federer dann mit zwei Volleyfehlern. Federer trifft in der nächsten Runde am Freitag auf den 16 Jahre jüngeren Taylor Fritz aus den USA.

Mit einem siebten Triumph wäre Federer alleiniger Rekordsieger in Australien und würde seinen 100. Turniersieg und seinen 21. Grand-Slam-Titel holen. Auch in der Bilanz bei den vier wichtigsten Turnieren ist er Rekordhalter.

Anderson fliegt überraschend raus

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Kevin Anderson ist Weltranglisten-Sechster.

(Foto: dpa)

Mit dem Aus von Kevin Anderson aus Südafrika gab es die erste große Überraschung des Turniers. Der Weltranglisten-Sechste unterlag dem aufstrebenden Amerikaner Frances Tiafoe 6:4, 4:6, 4:6, 5:7. Anderson, der 2017 das Finale der US Open und 2018 das Endspiel von Wimbledon erreicht hatte, ließ sich während des Matches am Unterarm behandeln. Der 32-Jährige ist nach dem US-amerikanischen John Isner (Nr. 9) der zweite Top-10-Spieler, der beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres früh ausgeschieden ist.

Eine Runde weiter ist dagegen Vorjahresfinalist und Weltranglisten-6. Marin Cilic aus Kroatien, der beim 7:5, 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 gegen den US-Amerikaner Mackenzie McDonald allerdings auch mehr Mühe als erwartet hatte. Bei den Frauen erreichte Titelverteidigerin Caroline Wozniacki aus Dänemark mit 6:1, 6:3 gegen die Schwedin Johanna Larsson dagegen sicher die letzten 32.

Quelle: n-tv.de, hul/sid/dpa

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