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"Dämonen haben schon gelauert" Federer wendet frühes Knock-out-Déjà-vu ab

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Roger Federer ringt John Millman nieder - ein Arbeitssieg.

(Foto: REUTERS)

Bereits im ersten Satz schockt Außenseiter John Millman den Superstar Roger Federer. Dem Schweizer droht wie schon im Vorjahr ein frühes Aus bei den Australian Open gegen den Australier. Doch dann ringt Federer seinen Gegner doch noch nieder.

Roger Federer hat sich bei den Australian Open in einem Tennis-Krimi zur Geisterstunde ins Achtelfinale durchgekämpft. In einem packenden, über weite Strecken hochklassigen Match rang der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz den wie entfesselt spielenden Australier John Millman nieder. Nach 4:03 Stunden siegte Federer gegen die Nummer 47 der Weltrangliste 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8).

Um 0:49 Uhr Ortszeit erreichte der 39 Jahre alte Weltranglistenvierte zum 13. Mal nacheinander die Runde der letzten 16 bei einem Grand Slam. Mit einer diagonal geschlagenen Vorhand verwandelte er seinen ersten Matchball. Zuvor war Federer seinem 100. Sieg in Melbourne nie näher als zwei Punkte gekommen. "Die Dämonen haben schon gelauert", sagte der Schweizer abgekämpft, er habe sich schon "überlegt, wie ich das erkläre".

Faszinierende Ballwechsel, wenige Fehler

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Federer war sich freilich schon vor dem Match der Schwere der Aufgabe bewusst gewesen. Gegen den 29 Jahre alten Millman hatte er bereits das einzige Duell bei einem Grand Slam bei den US Open 2018 verloren. Damals unterlag er im Achtelfinale.

Das insgesamt vierte Aufeinandertreffen der beiden in der voll besetzten Rod Laver Arena war noch spannender. Millman ging ein hohes Tempo, erlief viele unerreichbar erscheinende Bälle. Wie Federer gelangen ihm grandiose Schläge bei oft langen und faszinierenden Ballwechseln. Allerdings unterliefen ihm weit weniger Fehler als dem Schweizer Maestro. Im Match-Tiebreak schlug Millman herausragende Passierbälle und war bereits 3:0 und 8:4 in Führung gelegen, ehe Federer fünf Punkte nacheinander gelangen.

Zuvor waren am fünften Turniertag große Namen gescheitert. Neben Serena Williams (USA) und Titelverteidigerin Naomi Osaka (Japan) verlor auch Julia Görges.

Quelle: ntv.de, ara/sid