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Entscheid über Lizenzentzug Für Doping-Team Astana wird es eng

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Teamchef Alexander Winokurow wurde des Dopings überführt, hat Doping aber nie eingeräumt.

(Foto: dpa)

Für das Problemteam Astana um Ex-Doper Alexander Winokurow wird es eng. Eine Kommission des Radsport-Weltverbandes berät über die Aberkennung der WorldTour-Lizenz. Grund sind neue Erkenntnisse über mögliche Doping-Verstöße.

Der Andrang vor der Lizenz-Kommission des Weltradsport-Verbandes UCI war stark: Vertreter der sportwissenschaftlichen Abteilung der Uni Lausanne sowie Teammanagement, Anwälte und Radprofis des umstrittenen Astana-Teams standen am Donnerstag Rede und Antwort. Die Entscheidung über die WorldTour-Lizenz für die kasachische Problem- Mannschaft nach dem Hearing wird "in den nächsten Wochen fallen", erklärte UCI-Sprecher Louis Chenaille.

Die italienische Sportzeitung nannte den 24. April als Datum, womit das Team noch ungehindert die Klassiker Paris-Roubaix (12. April), Amstel Gold Race (19.) und den Flèche Wallonne (22.) fahren könnte. Außerdem könnte das Team des Toursiegers Vincenzo Nibali weiteres Entlastungsmaterial vorlegen. Von dem Verdikt hängen rund 70 Arbeitsplätze ab.

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Auf der WorldTour müssen die Astana-Profis demnächst vielleicht vom Sattel steigen.

(Foto: imago sportfotodienst)

Zu Wochenbeginn hatte die niederländische Zeitung "De Telegraaf" unter Berufung auf UCI-Kreise gemeldet, die Entscheidung sei bereits gefallen, und das Team werde die Fahrerlaubnis in der höchsten Klasse verlieren. Somit finde die diesjährige Tour de France vom 4. Juli an mutmaßlich ohne den Vorjahressieger und Astana-Kapitän Vincenzo Nibali aus Italien statt.

Winokurows Rückhalt bröckelt

Die Kommission hatte nach der vorläufigen Vergabe der Lizenz an das Astana-Team, das 2014 mit fünf Dopingfällen in die Schlagzeilen geriet, seine Entscheidung vom Dezember zur Disposition gestellt.

Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Padua über eine illegale Kooperation zwischen dem auf Lebenszeit gesperrten Mediziner Michele Ferrari und Astana-Teamchef Alexander Winokurow waren untersucht worden. Zudem hatte eine von der UCI initiierte Untersuchung der Uni Lausanne offensichtlich unzureichende Anti-Doping-Strukturen im Team aufgedeckt.

Der als Profi des Blutdopings überführte, dann gesperrte, aber bis heute nicht geständige Winokurow gilt als die Problem-Personalie schlechthin im Radsport. Offensichtlich bröckelt auch sein Rückhalt in der Heimat, wo er als eine Art Ikone als unanfechtbar galt. Aus dem Olympia-Bewerbungsteam für die Winterspiele 2022 in der kasachischen Hauptstadt Astana wurde der Olympiasieger von London bereits aussortiert.

Auf der Astana-Homepage hatte der kasachische Verbandspräsident Drakan Kaletajew ("Null Toleranz") vor dem UCI-Hearing einen gemeinsamen Kampf gegen Manipulation angeboten - zusammen mit der UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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