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Zweite Einzel-Runde Endstation Für Görges ist bei den US Open Schluss

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Görges scheitert früh bei den US Open.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Das deutsche Tennis-Aufgebot bei den US Open schrumpft weiter. Zum Auftakt der zweiten Runde muss Fed-Cup-Spielerin Maria die Segel streichen. Auch Wimbledon-Halbfinalistin Görges ist bereits draußen. Probleme hat ebenso die Titelverteidigerin.

Wimbledon-Halbfinalistin Julia Görges ist an einem Tag der verpassten Chancen unnötig aus dem Turnier in Flushing Meadows geflogen. Die Weltranglistenneunte unterlag in der zweiten Runde der US Open der Russin Jekaterina Makarowa, die sie in der vergangenen Woche in New Haven noch klar geschlagen hatte. Beim 6:7 (10:12), 3:6 war Görges zumindest im ersten Durchgang die bessere Spielerin, vergab bei erneut tropischen Temperaturen in New York jedoch drei Satzbälle.

"Natürlich bin ich enttäuscht, es war nicht mein bestes Match und sie hat sehr gut gespielt", sagte Görges: "Der erste Satz hat das Match entschieden. Sie hat sehr gut aufgeschlagen, deshalb war es für mich schwer, ihr mein Spiel aufzudrängen."

Auch Maria draußen

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Tatjana Maria: Die dritte Runde bei den US Open bleibt weiterhin ein Traum.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Zuvor war bereits Görges' Fed-Cup-Kollegin Tatjana Maria ausgeschieden. Sie muss damit weiter auf den erstmaligen Einzug in die dritte US-Open-Runde warten, Titelverteidigerin Sloane Stephens zog nur mit erheblicher Mühe unter die besten 32 ein. Zunächst scheiterte Maria als vierte der sieben deutschen Tennis-Damen in New York mit 2:6, 3:6 an Jelina Switolina aus der Ukraine.

Danach überstand Stephens gegen die ukrainische Qualifikantin Anhelina Kalinina mit 4:6, 7:5, 6:2 die zweite Runde. Gegen die einstige Weltranglisten-Erste Viktoria Asarenka aus Weißrussland steht Stephens nun vor einer schweren Aufgabe. "Ich möchte die Auslosung nicht wissen. Ich hoffe nur, dass ich dann besser spiele", sagte die Amerikanerin. Venus Williams gewann 6:4, 7:5 gegen Camila Giorgi aus Italien und könnte nun auf Schwester Serena treffen, die in der Nacht zum Donnerstag gegen die Hamburgerin Carina Witthöft spielen musste.

Ex-US-Champion Stan Wawrinka aus der Schweiz hatte gegen den französischen Qualifikanten Ugo Humbert ebenfalls einige Probleme. Nach dem 7:6 (7:5), 4:6, 6:3, 7:5-Erfolg tritt Wawrinka gegen den einstigen Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada an.

Der Spanier Fernando Verdasco beendete indes das Grand-Slam-Comeback des ehemaligen Weltranglistenersten Andy Murray in der zweiten Runde der US Open. Der an Position 31 gesetzte Verdasco gewann gegen den Briten, der sich zu Beginn des Jahres an der Hüfte hatte operieren lassen, 7:5, 2:6, 6:4, 6:4. Der frühere Turniersieger Murray spielte in New York sein erstes Major seit 14 Monaten.

Titelverteidiger Rafael Nadal ist dagegen ohne Satzverlust in die dritte Runde eingezogen. Der Weltranglistenerste aus Spanien bezwang Vasek Pospisik (Kanada) 6:3, 6:4, 6:2. Nadal trifft am Freitag auf den an Position 27 gesetzten Russen Karen Chatschanow.

Maria: "War nicht gut drin"

Die 31 Jahre alte Maria hatte in Wimbledon noch eine Überraschung gegen Switolina geschafft, diesmal war die Weltranglisten-70. gegen die Nummer sieben der Setzliste weit davon entfernt.

Die deutsche Fed-Cup-Spielerin versuchte im spärlich gefüllten Louis-Armstrong-Stadium zwar, so oft wie möglich selbst die Initiative zu ergreifen, war aber nicht häufig genug mit ihren Netzattacken erfolgreich. "Ich hatte auf alle Fälle meine Chancen, aber ich war nicht so richtig gut drin", sagte die in Florida lebende Bad Saulgauerin. "Aber sie hat auch sehr gut gespielt."

Bei Temperaturen von erneut mehr als 30 Grad schon am späten Vormittag waren längere Ballwechsel eher die Ausnahme. Auch Switolina suchte oft schnell die Entscheidung und hatte nach nur 68 Minuten das Weiterkommen unter die letzten 32 sicher. "Ich bin auf Fälle enttäuscht, aber ich wusste, dass es hart wird, auch wegen der Hitze", sagte Maria.

Quelle: ntv.de, Robert Semmler, dpa