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Außenseiter gegen WM-Debütant Algerien fordert Slowenien

Sie sind die so genannten Kleinen in WM-Gruppe C, ein Sieg im direkten Aufeinandertreffen ist deshalb sowohl für die Algerier als auch für Slowenien Pflicht. Doch unabhängig davon ob das gelingt: Zwei Profis beider Teams haben ihren Platz im Herzen der Fans schon vor dem WM-Start sicher. Und das nicht, weil sie den Sprung zum VfL Bochum geschafft haben.

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Algeriens Trainer Rabah Saadane gibt Stürmer Rafiq Saifi beim Abschlusstraining letzte Tipps.

(Foto: dpa)

Teamkollegen im Verein, Gegner zum WM-Auftakt: Nach dem schmerzhaften Bundesliga-Abstieg mit dem VfL Bochum wollen Algeriens Anthar Yahia und Zlatko Dedic aus Slowenien als Außenseiter für Furore sorgen. Die beiden Qualifikationshelden stehen sich an diesem Sonntag (13.30 Uhr/ZDF) im zweiten Spiel der Gruppe C gegenüber. Auch eine Knöchelblessur von Yahia dürfte das Club-Duell nicht verhindern. Nach der Ankunft der Algerier in Polokwane gab der Teamarzt grünes Licht für den Verteidiger, der einen Tag zuvor das Training verletzt hatte abbrechen müssen.

"Wir sind bereit und fühlen uns gut. Wir glauben, dass wir uns gut vorbereitet haben", sagte Yahia, der sich einen Tag vor der Partie "fit" meldete. Er soll die Elf von Trainer Rabah Saadane im ersten WM-Spiel seit 24 Jahren als Kapitän aufs Feld führen.

Probleme bei der Anreise

Algeriens Anreise nach Polokwane am Morgen war allerdings von Pannen geprägt. Weil die Flugaufsicht in Johannesburg zunächst keine Start-Erlaubnis erteilte, konnte das Team erst mit einer Verspätung von rund 30 Minuten von San Lameer in der Nähe von Durban aufbrechen. Das zunächst für 11.30 Uhr angesetzte Abschlusstraining im Peter Mokaba Stadion musste auf 17.00 Uhr verschoben werden.

Angesichts der starken Gruppen-Konkurrenz von England und den USA, die sich in ihrem Auftaktspiel 1:1 trennten, stehen die beiden Außenseiter schon zum Auftakt unter Druck. Denn wohl nur mit einem Sieg könnten sie die Chance auf das erstmalige Erreichen des Achtelfinals wahren.

Helden in der Qualifikation

Ein Platz in den Herzen ihrer Fans ist Yahia und Dedic schon vor dem WM-Start sicher. Seit sie ihre Mannschaften mit entscheidenden Treffern in der Qualifikation nach Südafrika schossen, genießen sie in der Heimat Heldenstatus. Yahia markierte im Playoff-Match gegen Ägypten im Sudan das entscheidende 1:0, Dedic machte mit seinem Treffer gegen Russland die zweite WM-Teilnahme der Slowenen nach 2002 möglich.

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Zlatko Dedic (vorn) bildet mit Milivoje Novakovic den Sturm der Slowenen.

(Foto: dpa)

"Es war dieser klitzekleine entscheidende Augenblick, der für uns den WM-Traum hat Wirklichkeit werden lassen. Diesen Moment werde ich nie vergessen", sagte der 25 Jahre alte Angreifer, der an der Seite des Kölners Milivoje Novakovic im Sturm gesetzt ist.

Dedic geht optimistisch in die Partie gegen die Algerier, bei denen der Mönchengladbacher Karim Matmour und der Wolfsburger Karim Ziani in der Startelf stehen. "Wir fühlen uns gut. Es wäre eigentlich eine große Enttäuschung für uns, wenn wir das Spiel gegen Algerien nicht gewinnen würden", betonte der Kölner Miso Brecko vor dem ersten Duell mit den "Wüstenfüchsen". Novakovic, der sich beim Test gegen Neuseeland mit zwei Toren in WM-Form schoss, ergänzte: "Wenn wir Algerien schlagen, stehen unsere Chancen richtig gut."

Quelle: n-tv.de, Christian Kunz und Ulli Brünger, dpa

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