Fußball-WM 2010

Rauschendes Fest in der Soccer City Südafrika feiert zum WM-Abschied

Mit einem rauschenden Party-Feuerwerk zum WM-Finale in Johannesburg verabschieden sich die südafrikanischen WM-Gastgeber von der Welt. Frenetisch gefeierter Star der pyrotechnisch beeindruckenden Schlussfeier ist Volksheld Nelson Mandela.

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Es ist angerichtet: das Johannesburger Soccer-City-Stadion bei der Abschluussfeier.

(Foto: dpa)

Das Gastgeberland Südafrika hat sich von der Welt mit einer rauschenden Show vor dem Finale der Niederlande gegen Spanien im Johannesburger Soccer-City-Stadion verabschiedet. Mit einer Viertelstunde Verspätung begann die Abschluss-Sause der 30-tägigen Fußball-Weltmeisterschaft. Schätzungsweise mehr als 500 Millionen Fernseh-Zuschauer in aller Welt sahen eine halbe Stunde lang Tanz, Gesang und Showeinlagen.

Auf den Rängen saßen viele Prominente sowie gekrönte Häupter und Spitzenpolitiker aus zwei Dutzend Ländern, darunter Bundespräsident Christian Wulff. Im voll besetzten Stadion begann die Veranstaltung mit hereinbrechender Dunkelheit vor einem Meer von orange gekleideten holländischen Fans.

Nelson Mandela grüßt die Fans

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Star des Abends: Südafrikas Volksheld Nelson Mandela.

(Foto: REUTERS)

Und kurz vor Schluss kam er doch noch! Als Südafrikas Volksheld Nelson Mandela bei der Schlussfeier der Fußball-WM auftrat, brandete Riesenbeifall durch das Johannesburger Soccer-City-Stadion. Die Vuvuzelas dröhnten noch lauter als sonst, die Menschen jubelten dem 91-Jährigen zu.

Im Golf-Car fuhr Mandela einmal quer durch die Arena und grüßte die 85 000 Fans mit freundlichem Winken. An seiner Seite saß seine Frau Graca Machel. Mit Pelzmütze und in einen Mantel gekleidet war Mandela zuvor von Fifa-Präsident Joseph Blatter herzlich begrüßt worden, dessen Fußball-Weltverband im Vorfeld "extremen Druck" auf Mandela ausgeübt haben soll. Mandela, der in einer Woche seinen 92. Geburtstag feiert, hatte wegen des Unfalltods seiner Urenkelin nicht an der WM-Eröffnung am 11. Juni teilgenommen und sich damit den Unmut der Fifa zugezogen.

Reigen mit "Waka Waka"

Vor Mandelas Kurzauftritt hatte sich das Gastgeberland mit einem farbenfrohen Reigen und dem unvermeidliche WM-Hit "Waka Waka" von Shakira von der Fußball-Welt verabschiedet. TV-Zuschauer in über 200 Ländern sahen eine rauschende Party als Krönung einer erfolgreichen 30-tägigen WM. Mit dem Hit "Siyabonga" der südafrikanischen Pop-Gruppe Freshlyground sagte eine stolze Regenbogen-Nation der Welt symbolisch "Danke".

Vor dem Finale zwischen den Niederlanden und Spanien standen eine halbe Stunde lang Tanz, Gesang, Lichteffekte und Showeinlagen. Ein bunter Reigen von Tänzern, Trommlern, und Sängern sorgte für Stimmung auf den Rängen.

Kampfjets und Feuerwerk

Nach einem Überflug von drei Kampfjets begann ein visuelles Spektakel mit pyrotechnischem Feuerwerk und Lasereffekten, die noch einmal Schlüsselszenen der ersten Fußball-WM in Afrika nacherleben ließen. Die Kolumbianerin Shakira beeindruckte die Massen im Stadion erneut mit kessem Hüftschwung und einem letzten "Waka Waka".

Das einem Flaschenkürbis nachempfundene Soccer City am Rande von Johannesburg verwandelte sich während der Show in einen brodelnden "Kessel". Afrikas größte Fußball-Arena steht auf den Fundamenten des traditionsreichen FNB-Stadions. Hier war der Regenbogennation 1996 der Sieg beim Afrika-Cup gelungen. Und hier hatte Mandela 1990 nach seiner Freilassung zu mehr als 100.000 Menschen gesprochen.

Quelle: ntv.de, sgi/dpa/sid