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Spektakel bei European Open Golfprofi Siem brilliert mit Hole-in-One

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Marcel Siem bescherte seiner Frau Laura, die ihn als Caddie auf der Tour begleitet, einen neuen Sportwagen.

(Foto: imago/Metelmann)

Bei den European Open der Golfprofis glückt Marcel Siem ein Kunststück: Er versenkt den Ball aus 156 Metern mit einem einzigen Schlag. Um den Sieg werden am Schlusstag trotzdem andere kämpfen, allerdings auch mit erwarteten Wetterkapriolen.

Er setzte zu einem Freudentänzchen an, seine Frau Laura drückte ihn fest an sich, und die nassgeregneten Zuschauer jubelten: In seinem 400. Turnier hat Golfprofi Marcel Siem bei den European Open mit einem Hole-in-One den ausgelobten Sportwagen im Wert von 160.000 Euro gewonnen. Seine leisen Hoffnungen auf den Turniersieg hat er allerdings begraben müssen. Mit insgesamt 213 Schlägen liegt der deutsche Golfprofi im Zwischenklassement nach dem dritten Tag nur noch auf Rang 38, deutlich hinter dem neuen Spitzenreiter Jordan Smith aus England (204 Schläge).

Aber das war dem 37-jährigen Siem angesichts seines Traumschlags über 156 Meter ziemlich egal. "Besser ging es nicht, der Schlag war absolut perfekt", verkündete er mit Stolz in der Stimme. Schon während der Flugkurve des Balles habe er ein sehr gutes Gefühl gehabt. Fahren wird das schnittige Gefährt aber wohl Siems Ehefrau, die auf der Anlage Green Eagle als Ersatzcaddie fungierte. Ihr Gatte hat einen Vertrag als Markenbotschafter für einen anderen schwäbischen Automobilkonzern.

Die Position des besten deutschen Profis im aktuellen Turnier-Ranking musste Siem vor 9200 Zuschauern an Sebastian Heisele abgeben. Der Münchener verbesserte sich mit 211 Schlägen auf einen geteilten 21. Rang.
Weil man sich einer angekündigten Gewitterfront am Sonntag soweit wie möglich entziehen will, wurde die Startzeit der vierten und entscheidenden Runde am Sonntag von 8.00 Uhr auf 7.20 Uhr vorverlegt. Zudem werden die 74 Profis in Dreier-Flights abschlagen, um die Dauer des Finales abzukürzen.

Reed lässt Albatros los

Vor Siems Hole-in-One vollbrachte am Morgen bereits US-Star Patrick Reed ein seltenes Kunststück. Der Nummer 26 der Weltrangliste aus den USA gelang auf der 462 Meter langen Schlussbahn erstmals in seiner Profikarriere ein sogenannter Albatross. Der Ryder-Cup-Sieger aus den USA benötigte auf dem Par-5-Loch lediglich zwei Schläge.

Für fünf weitere deutsche Spieler war das erste PGA-Turnier in Großraum Hamburg seit zehn Jahren schon am Vormittag nach dem Abschluss der zweiten Runde beendet. Max Kramer aus Fulda, der Münchner Florian Fritsch, Bernd Ritthammer aus Nürnberg, der Hittfelder Benedict Staben und der Hamburger Lokalmatador Niklas Adank verpassten den Cut mehr oder weniger deutlich.

Quelle: ntv.de, cwo/sid