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"Können wir nicht akzeptieren"Handball-Superstar tobt nach sensationeller Niederlage

21.01.2026, 06:16 Uhr
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Mathias Gidsel wurde mehrfach Opfer einer harten portugiesischen Deckung. (Foto: IMAGO/Maximilian Koch)

Dänemark wirkt lange übermächtig in der Handball-Welt, gilt vielen bei der Heim-EM als unschlagbar. Doch der Nimbus ist weg, geraubt durch Außenseiter Portugal. Der Superstar des Serienweltmeisters ist entsetzt.

Mathias Gidsel machte gute Miene zum miesen Spiel. Der Welthandballer lächelte. Doch in ihm, das war nach dem heftigen EM-Dämpfer für den Olympiasieger gegen Portugal unüberhörbar, brodelte es. "Das ist eine Riesenenttäuschung", sagte der Rückraumstar und schob hinterher: "Das können wir natürlich nicht akzeptieren."

Es wirkte fast so, als würde Gidsel die erste Niederlage in der Jyske Bank Boxen in Herning nach zwölf Jahren als eine persönliche Beleidigung empfinden. "Eine Sache ist, dass du verlierst. Das ist manchmal okay im Sport", sagte der 26 Jahre alte Star der Füchse Berlin, "aber es tut natürlich weh, wie wir heute verlieren".

31:29 (12:11) für Portugal stand in Dänemarks Handball-Tempel am Ende auf der Anzeigetafel. Der absolute Turnier-Topfavorit startet bei seinem Heim-Turnier mit 0:2 Punkten in die Hauptrunden-Gruppe mit Deutschland - einer ordentlichen Hypothek beim Vorhaben, den dänischen EM-Fluch endlich zu beenden.

"Wir haben uns selbst maximal unter Druck gesetzt und müssen die nächsten vier Spiele gewinnen. Dann müssen wir abwarten, wie es weitergeht", sagte Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen, in dessen Erfolgsära mit Dänemarks scheinbar übermächtigen Ausnahmekönnern die EM-Goldmedaille noch immer fehlt.

"Müssen dieses Spiel gewinnen"

Europameisterschaften und Dänemark - das war in den vergangenen Jahren bereits keine Liebesbeziehung. Bei den vier (!) vergangenen Weltmeisterschaften stürmten die Nordeuropäer auf den WM-Thron, auch bei den Olympischen Spielen 2016 und 2024 waren die Dänen-Stars nicht zu bezwingen. Doch auf europäischer Ebene warten die Skandinavier bereits seit 2012 auf ihren dritten Titel. Zuvor hatten die Dänen seit dem Endspiel der EM 2024 (31:33 n.V. gegen Frankreich) überhaupt kein Pflichtspiel mehr verloren.

Nun wartet am Donnerstag (20.30 Uhr/Dyn) gegen Titelverteidiger Frankreich bereits das erste von "vier Endspielen", wie Gidsel mit Blick auf die weiteren Duelle mit Spanien, Deutschland und Norwegen sagte. Jacobsen forderte vor der Neuauflage des vergangenen EM-Endspiels von Köln: "Wir müssen nach vorne schauen und am Donnerstag bereit sein. Eine der besten Mannschaften der Welt kommt zu uns, sie hat einen starken Eindruck gemacht, und wir müssen dieses Spiel gewinnen."

Quelle: ntv.de, ter/sid

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