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Werden Richtlinien verschärft? IBU plant Anti-Doping-Kongress vor WM

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Verschärft der Weltverband IBU vor der WM die Anti-Doping-Politik?

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Biathlon-Weltverband wird noch vor der WM in Hochfilzen einen Außerordentlichen Kongress zum Thema Doping durchführen. Damit reagiert die Organisation auf die Forderungen der Biahtlon-Stars um Martin Fourcade, den Anti-Doping-Kampf zu verschärfen.

Im Biahtlon könnte es bald zu verschärften Richtlinien im Anti-Doping-Kampf kommen. Unzählige russische Wintersportler tauchen im Doping-Bericht von Richard McLaren auf. Das lässt vor allem der Biathlon-Szene keine Ruhe. Die führenden Sportler fordern ein hartes Vorgehen gegen die Dopingsünder - und nun könnten sich die Richtlinien tatsächlich ändern: Denn einen Tag nach der Krisensitzung seines Vorstands hat der Biathlon-Weltverband IBU die Einberufung eines Außerordentlichen Kongresses noch vor der WM in Hochfilzen (9. bis 19. Februar) angekündigt.

"Der Vorstand kann die Initiative der Athleten, den Anti-Doping-Kampf zu verstärken, absolut nachvollziehen. Um diesbezüglich so schnell wie möglich neue Richtlinien einzuführen, wurde der Kongress berufen", hieß es in einer Mitteilung. Am Samstagabend hatte es danach noch nicht ausgesehen.  IBU-Präsident Anders Besseberg hatte zwar die Möglichkeit der  Einberufung eines Sonderkongresses bestätigt, den Zeitpunkt allerdings völlig offengelassen.

Viele russische Skijäger im Visier

Im zweiten McLaren-Report um mutmaßliches Staatsdoping bei den Olympischen Spielen 2014 waren insgesamt 31 russische Skijäger genannt worden. Im Dezember waren nur die zuvor bereits zurückgetretene Olga Wiluchina und Jana Romanowa von der IBU vorläufig gesperrt worden. Die Ausrichtung des Weltcups in Tjumen und der Junioren-WM hatten die Russen schon im Dezember von sich aus zurückgegeben.

Der Weltverband IBU vermied nach einer Vorstandssitzung in Antholz diese drastische Strafe und informierte zunächst die Sportler und dann die Öffentlichkeit über seine Entscheidung, eröffnete aber ein formelles Verfahren gegen den russischen Verband.

Der Weltcupführende Martin Fourcade hatte gemeinsam mit seinen Kollegen bereits beim Weltcup in Ruhpolding einen von 170 Athleten unterschriebenen Brief an die IBU übergeben. Der Inhalt: Klare Forderungen nach einem härteren Kampf gegen Doping und knallharte Strafen für die Sünder.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa/sid