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Verbot nach Angriff auf UkraineInfantino befürwortet Russlands Rückkehr auf die Fußball-Bühne

02.02.2026, 19:27 Uhr
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Laut Gianni Infantino hat das Verbot nur zu mehr Hass geführt. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine dürfen Russlands Fußball-Nationalteams nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Geht es nach FIFA-Präsident Infantino, wird dieses Verbot bald aufgehoben - es habe "nichts gebracht".

FIFA-Präsident Gianni Infantino will russischen Teams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ermöglichen. "Oh, auf jeden Fall. Das müssen wir. Ja ... zumindest auf Jugendebene. Dieses Verbot hat nichts gebracht", antwortete der Präsident des Fußball-Weltverbands auf die Frage in einem Interview des britischen Senders Sky, ob die FIFA ihr Verbot aufheben sollte. "Es hat nur zu mehr Frustration und Hass geführt", argumentierte Infantino.

Die FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA hatten russische Teams von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Formal geschah dies jedoch nicht als Reaktion auf den militärischen Überfall auf die Ukraine, sondern aufgrund der Gefährdung der "Integrität des Wettbewerbs", wie es in der fußball-politischen Sprache heißt.

Russlands Männer-Nationalmannschaft bestreitet auch weiterhin Länderspiele abseits großer Turniere und wird in der offiziellen FIFA-Weltrangliste auf Platz 36 geführt. Das Gleiche gilt für die Frauen-Auswahl, die in der Weltrangliste 28. ist.

Auch UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte den Ausschluss russischer Jugendteams von offiziellen Wettbewerben mehrfach kritisch hinterfragt und Lockerungen angeregt. Der Slowene begründete dies damit, dass die junge russische Generation sonst international dauerhaft isoliert werde.

Quelle: ntv.de, dsc/dpa

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