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WM-Silber mit Europarekord Kejeta gelingt Traumpremiere für Deutschland

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Kejeta verbesserte auf dem Weg zum Halbmarathon-Rekord auch die die Bestmarke über zehn Kilometer.

(Foto: dpa)

Ein Europarekord und gleich zwei deutsche Rekorde: Der Einstand von Melat Kejeta im Nationaltrikot verläuft traumhaft. Bei der Halbmarathon-WM in Polen glänzt die Wahl-Hessin mit einer herausragenden Leistung. Bei den Männern kassiert ein Wunderläufer eine überraschend deftige Niederlage.

Melat Kejeta hat bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia mit Silber und Europarekord einen überragend starken Einstand im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gefeiert. Die 28-Jährige aus Kassel verpasste in 1:05:18 Stunden den Titelgewinn nur knapp, denn die Kenianerin Peres Jepchirchir war bei ihrem zweiten Titelgewinn in der neuen Frauenrennen-Weltrekordzeit von 1:05:16 lediglich zwei Sekunden schneller. Bronze ging eine Sekunde hinter Kejeta an Jepchirchirs Teamkollegin Yalemzerf Yehuala.

Bei den Männern verpasste der neue Lauf-Superstar Joshua Cheptegei (Uganda) die Fortsetzung seiner Weltrekord-Serie und blieb unerwartet sogar ohne Medaille. Der 24-Jährige kam in 59:21 Minuten als Vierter 42 Sekunden nach seinem siegreichen Landsmann Jacob Kiplimo ins Ziel und verfehlte die angestrebte Verbesserung des zwei Jahre alten Weltrekordes von Abraham Kiptum (Kenia/58:19) um mehr als eine Minute.

Vor Cheptegei, der in seinen drei bisherigen Rennen in diesem Jahr Weltrekorde über 5000 Meter auf der Bahn, 5 Kilometer auf der Straße und zuletzt auch über 10.000 Meter aufgestellt hatte, reihten sich auch noch Kibiwott Kandie (Kenia) und Amedework Walelegn (Äthiopien) ein. Im Frauen-Rennen verbesserte Kejeta ihre persönliche Bestleistung auf dieser Strecke deutlich. Für die gebürtige Äthiopierin hatten vor Gdynia 1:08:41 Stunden als Bestzeit zu Buche gestanden, in der diesjährigen Saison war Kejeta schon 1:08:58 gelaufen.

Auch den 25 Jahre alten deutschen Rekord von Uta Pippig (1:07:58) pulverisierte die Wahl-Hessin, die seit März 2019 einen deutschen Pass besitzt, förmlich. Durch ihre Zwischenzeit von 30:47 Minuten brach Kejeta auch den deutschen Zehn-Kilometer-Rekord. Weltmeisterin Jepchirchir verpasste an der Ostsee allerdings die Frauen-Bestzeit für gemischte Rennen klar. Im vergangenen Februar hatte die Äthiopierin Ababel Yeshaneh den Rekord in 1:04:31 aufgestellt.

Quelle: ntv.de, tsi/sid