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Achtelfinal-Aus bei den US Open Kerber findet Zufriedenheit trotz Scheitern

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2016 gewann Kerber das Turnier in New York.

(Foto: USA TODAY Sports)

Als letzte Deutsche vertritt Angelique Kerber die deutschen Farben bei den US Open. Doch nach starken Matches ist im Achtelfinale Schluss, und das deutlich. Dennoch ist die ehemalige Nummer eins zufrieden ihrem Turnier in New York. Das nächste Ziel wartet in drei Wochen.

Angelique Kerber warf sich mit finsterem Blick ihre Schlägertasche über die Schulter und stapfte dann bitter enttäuscht aus dem Louis-Armstrong-Stadion. Der Traum vom Überraschungscoup bei den US Open ist vorbei, im Achtelfinale war für die dreimalige Majorsiegerin Endstation. Kerber unterlag der furios auftrumpfenden US-Amerikanerin Jennifer Brady in 1:28 Stunden mit 1:6, 4:6 und verpasste den ersten Einzug in ein Grand-Slam-Viertelfinale seit ihrem Wimbledonsieg 2018.

"Ich habe alles versucht, aber sie hat in den entscheidenden Momenten besser gespielt", sagte Kerber: "Für das erste Turnier nach mehr als sechs Monaten Pause war es trotz der Niederlage ein guter Start für mich. Ich habe mein Bestes auf dem Platz gelassen." Nun müsse sie sich mit Blick auf die French Open (ab 27. September) schnell umstellen, denn die Pariser Trophäe fehlt ihr noch.

Gegen Brady konnte Kerber laut Barbara Rittner von Anfang an "nicht dagegenhalten, weil sie eine schwache Quote hatte bei ihrem ersten Aufschlag und bei ihrem zweiten kaum gepunktet hat". Brady habe das Match "bis zum Ende kontrolliert, ergänzte Rittner, Head of Women's Tennis im Deutschen Tennis Bund (DTB), bei Eurosport. Brady lobte, Kerber sei "eine tolle Spielerin und man muss so sehr gegen sie kämpfen".

Probleme mit dem Aufschlag

Kerber, die als letzte Deutsche im Dameneinzel von New York ausschied, hatte sich mit ihren vorangegangenen drei Matches in Flushing Meadows durchaus in den Kreis der Mitfavoritinnen gespielt. Die deutsche Nummer eins, Turniersiegerin von 2016, hatte nacheinander Alja Tomljanovic (Australien), Anna-Lena Friedsam und Ann Li (USA) überzeugend ausgeschaltet. "Es ist immer noch ein langer Weg. Ich bin ihn zwar schon mal gegangen, aber es ist immer noch eine große Herausforderung", sagte Kerber vor ihrem Achtelfinale.

Gegen die formstarke Brady spürte sie sofort, dass sie eine ganz harte Nuss knacken muss. Ihre Gegnerin war von ihrem deutschen Trainer Michael Geserer minutiös auf die Partie vorbereitet worden und legte beeindruckend los. Kerber sah sich stark in die Defensive gedrängt und fand zunächst keine Antwort auf die knallharten Aufschläge und die peitschende Vorhand der US-Amerikanerin. Nach einer Viertelstunde Spielzeit stand es aus Sicht der früheren Weltranglistenersten bereits 1:4, schon nach 22 Minuten war der erste Satz verloren.

Kerber, an Nummer 17 gesetzt, hatte Probleme mit ihrem Service und geriet auch im zweiten Durchgang direkt ins Hintertreffen, schaffte dann aber ein Break zum 1:1. Ein Hoffnungsschimmer? Zunächst nur kurz. Aber Kerber kämpfte und erhielt beim Stand von 2:3 noch einmal die Chance zur Neujustierung, denn ihre Gegnerin musste sich am Oberschenkel behandeln lassen. Doch die US-Amerikanerin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich verdient den Einzug ins Viertelfinale.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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