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Bitteres Aus bei Australian Open Kerber ringt zu zaghaft ums Viertelfinale

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(Foto: imago images/GEPA pictures)

Von Anfang an muss Angelique Kerber im Achtelfinale der Australian Open hart kämpfen. Während sie im ersten Satz die Russin Anastassija Pawljutschenkowa niederringt, bleibt sie im Verlauf des Duells zu zaghaft. Das bedeutet das bittere Aus für die letzte deutsche Tennisspielerin im Turnier.

Angelique Kerber hat nach einem zähen Ringen den Einzug ins Viertelfinale der Australian Open verpasst. Die Turniersiegerin von 2016 unterlag Anastassija Pawljutschenkowa aus Russland mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 2:6. Die Runde der letzten Acht bei einem Grand Slam hatte die 32 Jahre alte Kielerin zuletzt bei ihrem Wimbledonsieg 2018 erreicht.

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Gegen Pawljutschenkowa hatte Kerber ihre besten Phasen, wenn sie mutig und aggressiv spielte. In den entscheidenden Momenten aber war sie oft zu zaghaft. Nach 2:37 Stunden verwandelte die an Nummer 30 gesetzte Russin mit einem Ass ihren ersten Matchball. Es war ihr 71. direkter Punktgewinn, Kerber kam nur auf 35 Gewinnschläge. Die Russin trifft nun auf Garbine Muguruza aus Spanien, Siegerin in Wimbledon 2017 und bei den French Open 2016.

Kerber beißt sich zunächst rein

Das Match begann nicht gut für Kerber. Schon im dritten Spiel verlor sie ihren Aufschlag, danach hatte sie Mühe, sich zu fangen. Immer wieder wurde sie von Pawljutschenkowa über den Platz gesetzt, ihr selbst gelang es kaum, die Russin unter Druck zu setzen. Ihre Aufschlagspiele waren eine Zitterpartie, zum 2:5 kassierte die Kielerin erneut ein Break.
Danach allerdings war Kerber plötzlich besser im Match, war aktiver und aggressiver und zwang Pawljutschenkowa zu Fehlern. Prompt gelangen ihre zwei eigene Breaks, sie gewann vier Spiele nacheinander zum 6:5, ließ sich danach auch im Tiebreak von einem 0:3 nicht entmutigen und nutzte ihren ersten Satzball. Sofort riss Kerber beide Fäuste nach oben und stieß einen Jubelschrei aus.

Der zweite Satz war erneut ein zähes Ringen. Kerber kam stets in Schwierigkeiten, wenn sie die Bälle nicht mutig genug attackierte. Dies wurde ihr im Tiebreak zum Verhängnis - zuvor hatte sie bei Spielstand von 4:5 sowie 5:6 drei Satzbälle abgewehrt. Gleich im ersten Spiel des dritten Satzes verlor Kerber erneut ihren Aufschlag, darauf ein zweites Mal. Die Wende schaffte sie nicht mehr. Die deutsche Damentennis-Chefin Barbara Rittner lobte Kerbers Auftritt nach Oberschenkelproblemen und bescheinigte ihr via Twitter ein Weltklassematch mit Herz: "Angie hat alles auf dem Platz gelassen ... darauf lässt sich wirklich aufbauen!!"

Quelle: ntv.de, ara/sid