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"Wir sind erschüttert" Kind stirbt bei schwerem Rallye-Unfall

Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt bei der Turin-Rallye zu einem tödlichen Unfall und dem vorzeitigen Rennabbruch. Nachdem ein Fahrer die Kontrolle verliert, prallt er von einer Mauer in eine Zuschauergruppe - die sich in einem verbotenen Bereich aufhält.

Bei einer Autorallye im italienischen Piemont ist es zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Wagen sei bei der 32. "Rallye Città di Torino" (Rallye der Stadt Turin) aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und in eine Zuschauermenge gerast. Dabei sei ein sechsjähriges Kind erfasst und tödlich verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. "In 32 Jahren ist noch nie so etwas passiert, wir sind erschüttert", teilte das Rally Team Eventi mit, der Organisator des Rennens.

Die Familie hatte sich am Rand der Straße an einer Stelle aufgehalten, die für Zuschauer verboten war, als der Bolide gegen eine Mauer prallte und von dort in die Gruppe katapultiert wurde. Die Eltern und eine weitere Person seien bei dem Unfall verletzt worden, während der dreijährige Bruder wie durch ein Wunder unverletzt geblieben sei. Die Verletzten schweben nach ersten Informationen nicht in Lebensgefahr.

Laut der Zeitung "La Stampa" soll dem Fahrer während des Rennens schlecht geworden sein, sodass er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren habe. An der Unfallstelle waren Polizei, Krankenwagen und ein Hubschrauber im Einsatz. Die zweitägige Rallye wurde sofort abgebrochen. Sie sollte eigentlich erst am Abend zu Ende gehen.

Quelle: ntv.de, cwo/sid/dpa