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Struff bei French Open weiter Koepfer kommt an Federer nicht vorbei

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Koepfer war für Federer kein einfacher Gegner.

(Foto: AP)

Stark gekämpft und doch verloren: Bei den French Open in Paris verpasst Dominik Koepfer gegen Roger Federer nur knapp einen Überraschungssieg. Ins Achtelfinale ziehen mit Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff zwei weitere deutsche Tennisspieler ein.

Dominik Koepfer bot Roger Federer die Stirn, setzte den "Maestro" immer wieder unter Druck - und verpasste weit nach Mitternacht dann doch ein echtes Karrierehighlight. Die 27 Jahre alte deutsche Nummer drei unterlag dem Grand-Slam-Rekordchampion im Drittrundenmatch in Paris 6:7 (5:7), 7:6 (7:3), 6:7 (4:7), 5:7 und ließ die Chance aus, Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev ins Achtelfinale der French Open zu folgen. Drei deutsche Männer unter den besten 16 in Paris - das wäre ein Novum gewesen.

Während Koepfer auf dem Court Philippe-Chatrier enttäuscht seine Sachen zusammenpackte, ruhte sich Struff schon zufrieden im Hotel für seine nächste Aufgabe aus. "Ich bin happy, dass ich in drei Sätzen durchgekommen bin", sagte der 31-jährige Warsteiner, der den 13 Jahre jüngeren Spanier Carlos Alcaraz am Nachmittag mit 6:4, 7:6 (7:3), 6:1 gezähmt hatte und zum zweiten Mal nach 2019 in die Runde der letzten 16 eingezogen ist: "Er ist ein großartiger Spieler. Ich musste wirklich aufpassen."

Kohlschreiber schmerzt die Niederlage

Struff trifft nun auf den an Position zehn gesetzten Diego Schwartzman aus Argentinien, der zuvor am Samstag Philipp Kohlschreiber besiegt hatte. Der 37 Jahre alte Routinier war beim 4:6, 2:6, 1:6 chancenlos gegen den Vorjahres-Halbfinalisten und verpasste seine dritte Achtelfinalteilnahme.

Der langjährige Davis-Cup-Spieler hatte auf mehr gehofft. "Vor dem Turnier hätte ich es unterschrieben, bei einem Grand Slam mal wieder zwei Matches gegen starke Gegner zu gewinnen, heute ist man natürlich enttäuscht", sagte Kohlschreiber: "Momentan freue ich mich nicht über das Turnier, dafür ist die Niederlage zu aktuell." Ob die 17. Teilnahme in Roland Garros auch seine letzte war, ließ er offen.

Während Kohlschreiber nach einem starken Start der Dominanz von Schwartzman immer weniger entgegenzusetzen hatte, bestach Struff mit großer Konzentration und einem klugen Plan, der immer wieder Netzangriffe vorsah. Koepfer spielte mit Federer von Beginn an auf Augenhöhe, immer wieder wechselte das Momentum. Letztlich hatte aber der erfahrene Schweizer die besseren Nerven.

Zuvor war am Freitag bereits Alexander Zverev in die Runde der letzten 16 eingezogen und richtet schon den Blick auf den Sonntag und das Duell am Abend mit dem Japaner Kei Nishikori. Den 31-Jährigen hat er in diesem Jahr schon in Rom und auf dem Weg zum Turniersieg beim Masters in Madrid geschlagen. "Es wird eine harte Nuss", sagte Zverev: "Ich freue mich auf die Herausforderung."

Quelle: ntv.de, ino/sid

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