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Optimismus nach schweren Monaten Kristina Vogel dachte sogar an Amputation

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Die querschnittsgelähmte Radsport-Olympiasiegerin Kristina Vogel beim Bahnrad-Weltcup, wo sie die Ehrung "Radsportler des Jahres" erhält.

(Foto: Jörg Carstensen)

Ein halbes Jahr nach ihrem schweren Unfall spricht Bahnradfahrerin Kristina Vogel in einem TV-Interview über ihre Querschnittslämung. Trotz "schwarzer Momente" blickt die elffache Weltmeisterin positiv in die Zukunft - und plant sogar Nachwuchs.

Bei ihrem Auftritt im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF demonstrierte die querschnittsgelähmte Bahnradfahrerin Kristina Vogel Lebensmut und Zuversicht. Doch die zweifache Bahn-Olympiasiegerin berichtet im Fernsehen auch über ihre schlimmsten Momente.

"In der Zeit, in der ich angefangen habe, zu sitzen und versucht habe, mich zu duschen oder mich im Bett zu wenden, habe ich festgestellt: Die Beine sind schon echt schwer. Ohne Beine würde es doch leichter gehen", so Kristina Vogel im Interview. Es habe "ein, zwei Momente" gegeben, "in denen ich dachte: 'Jetzt abmachen, das wäre leichter.' Aber die Beine gehören ja zu mir. Sie haben mich 28 Jahre lang getragen und ich würde sie schon schmerzlich vermissen." Der Gedanke sei dann ganz schnell weggegangen. Die Sportlerin wurde nach ihrem folgenschweren Unfall vom 26. Juni weiter im Berliner Unfall-Krankenhaus Marzahn betreut.

Sechs Monate später blickt sie trotz allem optimistisch in die Zukunft und hat eine Familienplanung fest im Visier. "Ich wäre gerne Mama irgendwann. Michael muss mir ein Mädchen machen, ich habe Sachen zum Anziehen", sagte sie im Gespräch mit Sportstudio-Moderatorin Dunja Hayali. Am kommenden Freitag wird Vogel aus dem Krankenhaus entlassen, sie freut sich entsprechend riesig auf die Weihnachtstage. "Ein halbes Jahr Krankenhaus reicht. Ich freue mich auf die zahlreichen Gäste und den Weihnachtsbaum. Ich werde mich in dem Gedränge schön bedienen lassen."

Quelle: n-tv.de, lle/sid/dpa

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