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Eisenbichler neuer Rekordhalter Mixed-Team springt sensationell zu WM-Gold

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Eisenbichler, Althaus, Rupprecht, Geiger, oder kurz: die Weltmeister.

(Foto: dpa)

Es ist der vierte WM-Titel für ein deutsches Mixed-Team in Folge - und trotzdem eine Überraschung. Dass die deutschen Skispringerinnen und Skispringer zur Goldmedaille segeln, war nach den vergangenen Wochen nicht unbedingt zu erwarten.

Das deutsche Skisprung-Mixed-Team hat überraschend die Goldmedaille bei der Heim-WM in Oberstdorf gewonnen und damit den Titel verteidigt. In der Besetzung Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Anna Rupprecht und Karl Geiger landete das Quartett vor leeren Zuschauerrängen vor Topfavorit Norwegen und Österreich. Die Gewinner von Silber und Bronze waren nach den Vorleistungen in den Einzeln und im Frauen-Team auf der Normalschanze am Schattenberg wesentlich höher gehandelt worden.

"Gold, und das daheim - ich freue mich riesig. Das ist mega mega cool", sagte Lokalmatadorin Althaus, die im Einzel nicht über Rang zehn hinausgekommen war: "So ist Skispringen - an einem Tag läuft es, am anderen nicht. Ich habe mich heute von Anfang an viel wohler gefühlt."

Eisenbichler schrieb mit dem Triumph Geschichte: Für den 29-Jährigen ist es der fünfte WM-Titel seiner Karriere, damit überholt er den bisherigen deutschen Rekordhalter Martin Schmitt. Bei den Frauen hat die diesmal nicht nominierte Carina Vogt ebenfalls fünf Goldmedaillen gewonnen. In dem zum fünften Mal ausgetragenen Wettbewerb hieß der Sieger somit zum vierten Mal Deutschland, nur bei der WM-Premiere 2013 hatte Japan gewonnen.

Das DSV-Quartett erwischte einen Start nach Maß in den 2022 erstmals olympischen Wettbewerb: Althaus (104,0 Meter) und Eisenbichler mit weniger Anlauf (100,0 Meter) brachten den "gemischten Vierer" mit zwei Top-Flügen sofort an die Spitze. Rupprecht (92,5 Meter) musste zwar kurzzeitig Norwegen und Österreich passieren lassen, doch Geiger (99,5 Meter) sorgte für die Halbzeit-Führung.

Im zweiten Durchgang bauten Althaus (99,5 Meter) und Eisenbichler (98,5 Meter) bei nun schwierigeren Bedingungen die Führung sogar kontinuierlich aus. Auch Rupprecht (98,5 Meter) glänzte diesmal, Geiger (99,5 Meter) machte den unerwarteten Triumph klar. Norwegen blieb trotz Dominator Halvor Egner Granerud und Olympiasiegerin Maren Lundby nur der zweite Platz. Bei Österreich konnten vor allem die beiden Männer nicht mit Eisenbichler und Geiger mithalten.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa

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