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Legendärer Boxer Muhammad Ali ist tot

Der Boxer Muhammad Ali stirbt im Alter von 74 Jahren. "Gott hat seinen Champion zu sich geholt", schreibt Mike Tyson. Der legendäre Sportler wird auch seinen einstigen Gegnern als "The Greatest" in Erinnerung bleiben.

Muhammad Ali ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb der frühere Weltmeister im Alter von 74 Jahren in Phoenix im Staat Arizona. Ali, der seit vielen Jahren an Parkinson litt, war am Donnerstag mit Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Nach einem 32 Jahre langen Kampf mit der Parkinson-Krankheit ist er von uns gegangen", hieß es in dem Statement. Seine Familie hatte sich an seinem Krankenbett in einer Klinik versammelt, so die "Los Angeles Times."

Ali, dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und Olympiasieger im Halbschwergewicht, hatte seine Karriere im Jahr 1981 beendet. In den vergangenen Jahren war er wegen gesundheitlicher Beschwerden mehrfach im Krankenhaus behandelt worden, darunter zweimal im Jahr 2014 und einmal im vergangenen Jahr.

Alis einstiger Rivale Sugar Ray Leonard schrieb auf Twitter: "Gebete und Segen für mein Idol, meinen Freund & ohne Frage, den Größten aller Zeiten." "Ali, Frazier und Foreman, wir waren wie ein Mann. Ein Teil von mir ist heute von uns gegangen, der großartigste Teil", so George Foreman, einer von Alis größten Gegnern. Und der frühere Weltmeister Mike Tyson schrieb: "Gott hat seinen Champion zu sich geholt."

"The Greatest", dreimal "undisputed champion" aller Verbände, hatte den Boxsport geprägt wie kein Sportler vor oder nach ihm. Ali wurde als Cassius Clay geboren, gab sich aber aus religiösen Gründen einen muslimischen Namen. Seine Weltkarriere als Boxer begann mit seinem Olympiasieg 1960 in Rom. Jahrelang verteidigte er den Weltmeistertitel im Schwergewicht. Unterbrochen wurde seine Karriere 1967, als er inmitten des Vietnamkriegs den Wehrdienst verweigerte.

Mit nie gesehener Eleganz gewann Ali die ganz großen Kämpfe, und mit wohl einzigartigem Selbstbewusstsein kommentierte er seine Siege. "Ich bin der beste Kämpfer aller Zeiten. Und gerade erst 22", sagte Ali nach dem ersten WM-Sieg 1964 gegen Sonny Liston: "Ich muss der Größte sein. Ich bin der König der Welt. Ich bin schön." Unvergessen sind vor allem seine Jahrhundertkämpfe gegen Joe Frazier und George Foreman. Im "Rumble in the Jungle" am 30. Oktober 1974 in Kinshasa wurde er vom Favoriten Foreman rundenlang schwer getroffen, ehe er den bis dahin in 40 Fights ungeschlagenen K.o.-König in der achten Runde auf die Bretter schickte. Nach Niederlage und Sieg gegen Frazier im Madison Square Garden kam es am 1. Oktober 1975 zudem zum "Thrilla in Manila". Nach der 14. Runde waren Fraziers Augen zugeschwollen. Trainer Eddie Futch warf das Handtuch. Kurz danach brach Ali mit einem Kreislaufkollaps zusammen.

Quelle: n-tv.de, jga/dpa/SID/AFP

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