Sport

Nach Winterspiele-Ausschluss Nordkorea wittert eine Olympia-Verschwörung

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Thomas Bach (r.) trifft Nordkoreas Sportminister Kim Il-guk (l.) im Februar 2019.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Sommer 2021 sendet Nordkorea keine Sportler zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Sie begründen es mit der Pandemie. Es folgt der Ausschluss für die Winterspiele in Peking durch das IOC. Nichts anderes als "Machenschaften feindseliger Kräfte", teilt Nordkorea mit - und wittert eine Verschwörung.

Nordkorea sieht den Grund für seinen Ausschluss von den Olympischen Winterspielen in Peking im Verhalten feindlich gesinnter Mächte. "Wir können nicht an den Olympischen Spielen wegen der Machenschaften feindseliger Kräfte und der weltweiten Pandemie teilnehmen", berichteten die Staatsmedien unter Berufung auf ein Schreiben des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Nordkorea und des Sportministeriums. Der Brief sei unter anderem an das NOK Chinas übermittelt worden.

Das weithin abgeschottete Nordkorea ist laut Beschluss des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vom vergangenen September bis Ende 2022 aus der olympischen Gemeinschaft ausgeschlossen. Die Exekutive des IOC hatte dem Land vorgeworfen, gegen die olympische Charta verstoßen zu haben, weil es einseitig entschieden habe, keine Athleten zu den Sommerspielen in Tokio zu schicken. Nordkorea sei vor den Konsequenzen einer Nicht-Teilnahme in Tokio gewarnt worden, hieß es damals. Seine Entscheidung zum Olympia-Verzicht hatte Nordkorea Ende März mit den Folgen der Corona-Pandemie begründet.

Aus dem von den nordkoreanischen Medien zitierten Brief ging nicht hervor, wer mit den "feindseligen Kräften" gemeint ist. Demnach wurden jedoch die USA für ihren diplomatischen Boykott der Spiele in Peking kritisiert. Nordkorea warf den USA "und ihren Vasallen" vor, "immer unverhüllter in ihren gegen China gerichteten Aktionen" zu werden. Zugleich äußerte sich Nordkorea in dem Brief solidarisch mit den chinesischen Olympia-Gastgebern. Die Vorbereitungen zu den Spielen seien dank der Bemühungen der Regierung und der Bevölkerung und trotz der Pandemie zufriedenstellend gewesen.

Der Brief war zudem an die Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele und der Winter-Paralympics adressiert. Im Anschluss an die Olympischen Spiele im Februar finden die Paralympischen Spiele im März statt.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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