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Jansrud bei Abfahrt vor Svindal Norweger krönen sich bei WM mit Doppelsieg

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Läuft für sie: Abfahrtsweltmeister Kjetil Jansrud (mitte) und sein norwegischer Landsmann Aksel Lund Svindal. Rechts der Drittplatzierte Vincent Kriechmayr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Norweger dürfen sich als die Könige der Abfahrt feiern lassen: Kjetil Jansrud gewinnt vor seinem Teamkollegen Aksel Svindal den WM-Titel in Are. Für Svindal ist es ein Traumergebnis in seinem allerletzten Ski-Rennen. Die Deutschen um Josef Ferstl bleiben dagegen chancenlos.

Kjetil Jansrud aus Norwegen hat ein wenig überraschend die Goldmedaille in der Abfahrt bei den Ski-Weltmeisterschaften in Schweden gewonnen. Bei dichtem Schneetreiben lag der Super-G-Olympiasieger von 2014 nur 0,02 Sekunden vor seinem umjubelten Landsmann Aksel Lund Svindal, der das letzte Rennen seiner Karriere bestritt.

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Svindal krönt sein Karriereende mit einer Silbermedaille.

(Foto: imago/GEPA pictures)

Rang drei belegte auf der um ein Drittel verkürzten Strecke am Berg Areskutan der Österreicher Vincent Kriechmayr (+0,33). Titelverteidiger Beat Feuz aus der Schweiz (+0,44) wurde Vierter. Weltmeister Jansrud war in der laufenden Weltcup-Saison in der Abfahrt nie über Rang 13 hinausgekommen. Zudem war er vor zweieinhalb Wochen schwer gestürzt, dabei hatte er sich die linke Hand gebrochen.

Jansrud war selbst etwas überrascht: "Meine erste Goldmedaille zu holen in seinem letzten Rennen und wir holen beide eine Medaille, das ist unglaublich. Heute war ein großartiger Tag." Für Svindal war es in Are im letzten Rennen seiner Karriere unter den Augen des norwegischen Königspaares die 13. Medaille bei einem Großereignis. "Letztes Jahr war es das Gleiche bei Olympia und ich habe Gold geholt - er verdient das heute", sagte Svindal und gab zu: "Ich bin ein bisschen emotional."

Deutsche fahren hinterher

Die deutschen Teilnehmer hatten beim Abfahrtsrennen in Schweden keine Chance auf eine Medaille. Sie kamen nach zweimaliger halbstündiger Startverschiebung bei wechselnden Sichtbedingungen und Schneefall nicht zurecht und nicht unter die besten 20. Dominik Schwaiger (+1,59) war Bester des deutschen Quartetts, Josef Ferstl (+1,85) konnte seinen sechsten Platz aus dem Super-G nicht bestätigen. "Klar ist es schön, wenn man bester Deutscher ist, aber das war nicht die Leistung, die wir im Training schon gezeigt haben und drauf haben. Das ist schade", sagte Schwaiger der ARD.

Super-G-Weltmeister Dominik Paris aus Italien vergab als Sechster die Chance, als dritter Ski-Rennläufer nach dem Amerikaner Bode Miller 2005 und dem Österreicher Hermann Maier 1999 beide Speed-Rennen bei einer WM zu gewinnen. "Ich bin glücklich für Aksel, dass er diese Medaille in seinem letzten Rennen geholt hat", sagte Paris.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa/sid