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Zverev im Finale von Shanghai Nun wartet der "beste Spieler der Welt"

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Sehr gut in Form: Alexander Zverev.

(Foto: REUTERS)

In Shanghai entdeckt Alexander Zverev eine vergessen geglaubte Stärke. Wie schon beim Coup gegen Roger Federer, kann sich Deutschlands bester Tennisspieler auch gegen Matteo Berrettini auf seinem Aufschlag verlassen. Im Finale wartet nun ein Mann, gegen den er noch nicht verloren hat.

Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Shanghai das Finale erreicht. Der 22-Jährige bezwang den Italiener Matteo Berrettini 6:3, 6:4 und trifft im Endspiel des mit 8.322.885 Dollar dotierten Hartplatzevents auf den Russen Daniil Medwedew. Der lobt seinen deutschen Kontrahenten bereits vorab: "Er hatte schon drei Masters-Turniere gewonnen, als alle anderen in seiner Altersklasse noch weit davon entfernt waren", sagte Medwedew: "Ich habe letztes Jahr und zu Beginn dieses Jahres immer gesagt, dass Sascha der Stärkste in unserer Next-Gen-Gruppe ist, aber mittlerweile haben sich die Vorzeichen ein bisschen geändert, deshalb denke ich, dass ich ihm ein gutes Match liefern kann."

Das sieht auch Zverev so: "Daniil ist jetzt momentan gerade der beste Spieler auf der Welt, wenn es nach der Form geht", sagte er bei Sky. Mit dem Sieg über Berrettini schaffte Zverev außerdem einen wichtigen Erfolg über einen seiner Verfolger im Rennen um die Qualifikation für die ATP Finals der besten acht Profis der Saison. Denn nur zwei der acht Plätze sind noch zu vergeben. Zverev hat auf Position sieben derzeit also die besten Voraussetzungen, Berrettini ist Achter. Bei den Finals hatte der derzeitige Weltranglisten-Sechste im vorigen November in London den Titel geholt.

Endlich klappt's mal mit dem Aufschlag

Zverev zeigte sich wie schon beim Sieg gegen Roger Federer in starker Form und gab gegen Berrettini im ersten Satz bei eigenem Service lediglich zwei Punkte ab. Er servierte elf Asse bei nur einem Doppelfehler. "Endlich mal", kommentierte er nach großen Problemen mit dem Aufschlag in diesem Jahr. Allerdings hatte der Aufschlag bereits am Freitag gegen Federer schon gut funktioniert. Ein frühes Break im ersten Satz und ein weiteres zum 5:4 im zweiten Durchgang genügten ihm zum ungefährdeten Erfolg. Ein Ass bescherte Zverev nach nur 67 Minuten dann auch den Sieg.

Für Zverev ist das Finale gegen Medwedew das dritte Endspiel in diesem Jahr nach Acapulco und Genf. In Genf hatte er den bis dato letzten seiner insgesamt elf ATP-Turniersiege geholt. Der Deutsche hat gegen Medwedew alle vier bisherigen Vergleiche gewonnen.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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