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Anwalt kündigt Rechtsmittel an Pechstein gibt im Streit mit Cas nicht auf

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Claudia Pechstein fühlt sich unfair behandelt.

(Foto: dpa)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sieht keine Ungerechtigkeit in dem Umgang des Internationalen Sportgerichts mit der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Die Berlinerin sieht sich dennoch bestätigt und will weiter kämpfen.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein wird aller Voraussicht nach Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in ihrem Fall einlegen. Das sagte ihr Anwalt Simon Bergmann. "Natürlich müssen wir das 64 Seiten umfassende Urteil zunächst gründlich studieren. Aber die Tendenz ist klar", sagte Bergmann.

Das Gericht hatte am Dienstag dem Internationalen Sportgerichtshof Cas keinen Mangel an Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit bescheinigt. Dennoch wertet Pechstein die Entscheidung als Erfolg, weil ihr die Straßburger Richter 8000 Euro Entschädigung zugebilligt hatten, da ihr der CAS keine öffentliche Anhörung in ihrem Verfahren gewährt habe. "Nach acht Jahren habe ich heute bestätigt bekommen, dass ich kein faires Verfahren hatte", sagte Pechstein.

Die 46 Jahre alte Berlinerin hatte sich im Jahr 2009 vor dem Cas gegen eine zweijährige Sperre wegen auffälliger Blutwerte gewehrt, die sie auf eine geerbte Blutanomalie zurückführt. Der CAS bestätigte die Strafe jedoch. Pechstein hatte in Straßburg geltend gemacht, dass der Sportgerichtshof weder unabhängig noch unparteiisch sei.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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