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Hymnen-Skandal in Frankreich Portugal feiert ersten Sieg in EM-Quali

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Portugals Cristiano Ronaldo jubelt, nachdem Teamkollege Bernardo Silva das vierte Tor seiner Mannschaft erzielt hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein erster Sieg bei den Qualifikationen für die EM 2020 lässt Portugals Fußballer und Ronaldo aufatmen. In Frankreich sorgt derweil eine peinliche Verwechslung für wütenden Protest im Stade de France.

Nach dem Fehlstart in die EM-Qualifikation hat der zuvor sieglose Titelverteidiger Portugal endlich seinen ersten Erfolg eingefahren. Mit Superstar Cristiano Ronaldo gewannen die Portugiesen in Belgrad gegen Serbien mit 4:2 (1:0). Zuvor hatte es nur zu zwei Heim-Unentschieden gereicht. William Carvalho (42. Minute), Gonçalo Guedes (58.), Ronaldo (80.) und Bernardo Silva (86.) machten den Dreier perfekt, mit dem sich die Portugiesen in der Tabelle der Gruppe B nach drei Spielen auf Platz zwei verbesserten.

Rang eins festigte die Ukraine durch ein 3:0 (1:0) in Litauen. Einen peinlichen Fehler gab es vor dem Anpfiff des Duells zwischen Frankreich und Albanien, das deswegen fast zehn Minuten später angepfiffen wurde. Denn statt der albanischen Hymne erklang im Stade de France die Hymne von Andorra. Die Gäste-Spieler wollten mitsingen, stattdessen gab es angesichts der falschen Klänge irritierte Blicke sowie wütende Proteste und laute Pfiffe der albanischen Fans auf den Rängen. Die falsche Hymne wurde bis zum Schluss durchgespielt. Nachdem der Fehler bemerkt wurde, kam dann die richtige hinterher. Doch der zweite dicke Patzer folgte zugleich: Der Stadionsprecher entschuldigte sich für das Abspielen der falschen Hymne und forderte die Fans auf, die "Nationalhymne von Armenien zu respektieren", bevor er seinen Fauxpas bemerkte und Albanien sagte.

Davon unbeeindruckt setzten sich die Franzosen mit 4:1 (3:0) durch. Bayern-Star Kingsley Coman (8./68.) trug sich zweimal in die Torschützenliste ein. Frankreich steht mit zwölf Punkten in der Gruppe H an der Spitze. Island als Gruppendritter ist nach dem 3:0 (1:0) gegen Moldawien punktgleich mit den Franzosen wie auch die zweitplatzierten Türken, die sich durch den späten Treffer von Ozan Tufan (89.) mit 1:0 (0:0) gegen Andorra durchsetzten.

England bleibt derweil auf Erfolgskurs. Das Team von Coach Gareth Southgate setzte sich gegen Bulgarien mit 4:0 (1:0) durch und führt nach dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabelle in Gruppe A an. Im Londoner Wembley-Stadion war Kapitän Harry Kane der Matchwinner. Der Stürmer der Tottenham Hotspur erzielte drei Tore (24. Minute, 50./Elfmeter, 73./Elfmeter) und bereitete den vierten Treffer der Three Lions durch Raheem Sterling (55.) vor. "Das ist ein gutes Ergebnis, aber am Dienstag müssen wir besser spielen. Es wird schwer", sagte Kane mit Blick auf das Duell gegen Tschechien. Die Tschechen hatten sich am Samstag trotz der Führung durch RB Leipzig Neuzugang Patrik Schick überraschend dem Kosovo mit 1:2 (1:1) geschlagen geben müssen. Kosovo ist damit Tabellenzweiter hinter England, Tschechien liegt auf Rang drei.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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