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Handball-Hängepartie beendet Prokop wird neuer Boss der "Bad Boys"

ARCHIV - Handball: DHB-Pokal, DHfK Leipzig - TSV Hannover-Burgdorf, Viertelfinale am 13.12.2016 in der Arena Leipzig (Sachsen). DHfK-Trainer Christian Prokop reagiert an der Seitenlinie. (zu dpa «Leipzig-Coach Prokop wird neuer Handball-Bundestrainer» am 03.02.2017) Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Christian Prokop wechselt im Sommer von Leipzig zum Nationalteam.

(Foto: dpa)

Lange wird spekuliert, nun ist es amtlich: Christian Prokop wird neuer Handball-Bundestrainer. Der 38-Jährige tritt im Sommer die Nachfolge von Dagur Sigurdsson an und setzt sich gegen einen Weltmeister durch.

Der neue Handball-Bundestrainer heißt Christian Prokop. Der Coach vom Bundesliga-Überraschungsteam SC DHfK Leipzig unterschreibt beim Deutschen Handballbund (DHB) einen Fünf-Jahres-Vertrag bis 2022 ohne Ausstiegsklausel und wird im Rahmen des Allstar-Games am Freitag (20 Uhr/Sport1) in Leipzig offiziell als Nachfolger von Dagur Sigurdsson vorgestellt. Dies melden die Nachrichtenagenturen dpa und sid übereinstimmend. Eine offizielle Bestätigung des DHB gibt es noch nicht.

Allerdings war Prokops Wechsel zum DHB schon seit Wochen erwartet worden. Nach wochenlangen Verhandlungen erzielten der DHB und Leipzig nun Einigkeit über die Wechselmodalitäten. Leipzig kassiert demnach eine Ablösesumme von 500.000 Euro für seinen Erfolgscoach, der in der vergangenen Spielzeit als "Trainer der Saison" ausgezeichnet worden war und dessen Vertrag in Leipzig noch bis 2021 lief.

Prokop soll sich bereits am Nachmittag der deutschen Mannschaft vorstellen. Der 38-Jährige, der den Vorzug gegenüber Weltmeister Markus Baur (TBV Stuttgart) erhielt, wird seine Arbeit beim DHB offiziell erst am 1. Juli aufnehmen. Er soll das deutsche Team aber parallel zum Job in Leipzig möglichst schon in den wichtigen Spielen der EM-Qualifikation im Mai gegen den WM-Dritten Slowenien betreuen.

Der Leipziger Coach galt als absoluter Wunschkandidat des Verbandes. Er ist seit 2013 Trainer in Leipzig, schaffte 2015 den Aufstieg in die Bundesliga und sorgt dort mit seinem Team als aktueller Tabellenachter für Furore. Bis zum Saisonende wird der frühere Rückraumspieler weiter das Amt in Leipzig ausüben.

Dagur Sigurdsson hatte seinen Posten nach der WM in Frankreich niedergelegt. Der Isländer kehrt aus familiären Gründen in seine Heimat zurück und betreut künftig die japanische Nationalmannschaft.

Quelle: n-tv.de, cwo/sid/dpa

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