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Ramos geht voran Real Madrid feiert "Rache der alten Garde"

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Sergio Ramos traf gegen Getafe per Elfmeter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Real Madrid trumpfen zurzeit einmal mehr die erfahrenen Spieler auf, allen voran der 34-jährige Kapitän Ramos. Spanische Medien sehen darin "die Rache der alten Garde". Beim FC Barcelona kriselt es dagegen heftig: Superstar Messi erwägt offenbar, die Katalanen im Sommer 2021 zu verlassen.

Real Madrid nähert sich schrittweise der 34. spanischen Meisterschaft an. Die Sportzeitung "Marca" pries dies bereits als "die Rache der alten Garde". Und viel fehlt nicht mehr, dass die Königlichen angeführt vom 34-jährigen Kapitän Sergio Ramos nach 2017 wieder den spanischen Meistertitel feiern können. Vier Punkte Vorsprung haben die Madrilenen nach dem 1:0 gegen den FC Getafe auf Titelverteidiger FC Barcelona. Ramos traf vom Elfmeterpunkt. Es war Reals sechster Sieg in Serie in der Primera División.

DFB-Nationalspieler Toni Kroos bezeichnete das Spiel bei Twitter rückblickend als "schwer". Der 30-Jährige absolvierte die komplette Partie auf seiner gewohnten Position als Mittelfeldregisseur. Ohne Leiden könne man im Fußball keine großen Siege erreichen, meinte Real-Trainer Zinédine Zidane und lobte ganz besonders Torschütze Ramos. "Er ist ein einmaliger Spieler, er ist einzigartig, und wir wissen, was er allen anderen vermittelt." Am kommenden Sonntag steht für Real beim Tabellenachten Athletic Bilbao bereits das nächste der von Zidane als "fünf Endspiele" bezeichneten verbleibenden Partien an. Der FC Barcelona muss am selben Tag beim Tabellenfünften FC Villarreal antreten.

Messi stoppt offenbar Vertragsverhandlungen

Zuvor war Barça bereits am Dienstagabend trotz des 700. Karrieretreffers von Lionel Messi nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen Atlético Madrid hinausgekommen. Auch intern hängt der Haussegen bei Barca offenbar schief: Laut eines Berichts des spanischen Radiosenders Cadena Ser erwägt Messi, den FC Barcelona im Sommer 2021 nach dem Ende seines aktuellen Vertrages zu verlassen. Der Radiosender gab dafür allerdings keine Quellen an.

Messi soll die anfangs gut verlaufenen Verhandlungen über einen neuen Kontrakt gestoppt haben. Grund dafür sollen die jüngsten Ereignisse beim amtierenden spanischen Meister gewesen sein, die auch den Argentinier in ein schlechtes Licht rückten. Dabei ging es um angebliche interne Angelegenheiten, die an die Öffentlichkeit drangen, wie unter anderem die Trennung vom ehemaligen Trainer Ernesto Valverde, aber auch den Gehaltsverzicht in der Corona-Krise. Messi äußerte sich damals extra in einem eigenen Statement, nachdem die Mannschaft Ende März einen vorübergehenden Gehaltsverzicht von 70 Prozent akzeptiert hatte. "Es überrascht uns, dass es innerhalb des Clubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin tun wollten", betonte der Argentinier damals.

Quelle: ntv.de, rfü/dpa/SID