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Verrückte Eishockey-Geschichte Red Bull München spektakelt zum Coup

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Trevor Parkes setzte mit seinem dritten Tor für München den Schlusspunkt unter ein völlig verrücktes Eishockey-Spiel.

imago/Bildbyran

Erst sieht alles nach einem Eishockey-Debakel für Red Bull München aus. In Malmö liegt der deutsche Meister im Kampf um das Halbfinale in der Champions League früh mit zwei Toren zurück. Doch dann wird es erst wahnwitzig turbulent - und am Ende gar historisch.

Nach einem turbulenten und dramatischen Spiel hat der deutsche Eishockey-Meister EHC Red Bull München den nächsten europäischen Coup geschafft und ist als erster DEL-Klub ins Halbfinale der Champions League eingezogen. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel reichte der Mannschaft von Trainer Don Jackson bei den Malmö Redhawks im Rückspiel ein schwer erkämpftes 5:5 (1:2, 3:2, 0:1) nach Verlängerung. Vor allem dank des dreifachen Torschützen Trevor Parkes, der in der Extraspielzeit auch den entscheidenden Treffer erzielte, gelang am Ende trotz eines frühen 0:2-Rückstandes noch das spektakuläre Weiterkommen.

Im Halbfinale treffen die Münchner zunächst am 8. oder 9. Januar auf Österreichs Meister Red Bull Salzburg, der vom einstigen Bundestrainer Greg Poss betreut wird. Im anderen Semifinale spielt Frölunda Göteborg gegen den HC Pilsen. Emil Silvegard (3.) und Johan Olofsson (12.) mit Hilfe des Knies von Konrad Abeltshauser machten für Malmö zunächst die knappe Niederlage aus dem Hinspiel mehr als wett. Doch Parkes (20./22.) mit einem Doppelschlag und Justin Shugg (25.) drehten die Partie zugunsten der Münchner - ehe Olofsson (35.) und Jens Olsson (39.) das Blatt wieder zugunsten von Malmö wendeten.

Daryl Boyle (40.) glich für den deutschen Meister erneut aus, dem dieses Remis genügt hätte. Doch Frederik Storm (54.) erzwang mit seinem Solo zum 5:4 für Malmö noch die Verlängerung. Nachdem Andrew Bodnarchuk eine halbe Minute vor Schluss der regulären Spielzeit allein vor dem Tor den Münchner Ausgleich und damit das Weiterkommen des DEL-Champions noch verpasst hatte, sorgte dann Parkes nach 4:02 Minuten der Extraspielzeit mit seinem dritten Treffer für den Coup gegen den zweimaligen Champions-League-Sieger aus Schweden.

Mit dem historischen Remis in Malmö bewiesen die Münchner zudem eindrucksvoll, dass sie aus den Duellen in der Gruppenphase gelernt haben. Damals waren die Münchner nach ihrem 3:2-Heimsieg in Schweden noch mit 1:6 untergegangen.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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