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Überraschung beim Handball Reichmann fliegt aus Prokops WM-Kader

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Mit Tobias Reichmann verzichtet Bundestrainer Christian Prokop überraschend auf das etatmäßige Backup als Rechtsaußen.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

Der Traum von der Heim-WM ist für die Handball-Nationalspieler Tobias Reichmann und Tim Suton zunächst geplatzt. Beide Spieler stehen nicht im endgültigen Kader von Bundestrainer Christian Prokop - was vor allem im Fall von Reichmann unerwartet kommt.

Handball-Bundestrainer Christian Prokop hat überraschend Europameister Tobias Reichmann aus seinem Kader für die Heim-Weltmeisterschaft gestrichen. Der 30 Jahre alte Rechtsaußen von der MT Melsungen steht ebenso wie der 22-jährige Tim Suton vom TBV Lemgo nicht im 16 Spieler umfassenden WM-Aufgebot, teilte der Deutsche Handballbund (DHB) mit. Beiden Akteuren wurde die Entscheidung am Morgen im Teamhotel in Hamburg mitgeteilt. Sie werden auch nicht mehr an der WM-Generalprobe ab 14.00 Uhr in Kiel gegen Argentinien teilnehmen.

Vor allem der Verzicht auf den nervenstarken und erfahrenen Reichmann kommt unerwartet, der beim sensationellen EM-Triumph 2016 in Polen bester deutscher Torschütze gewesen war und neben Kapitän Uwe Gensheimer bester Siebenmeterschütze im DHB-Team ist. Ohne Reichmann steht mit Patrick Groetzki nun nur noch ein gelernter Rechtsaußen im WM-Kader.

DHB-Vizepräsident Bob Hanning sagte dem Sport-Informations-Dienst, die Nichtberücksichtigung von Rechtsaußen Reichmann tue ihm "persönlich sehr leid, weil ich ein absoluter Fan von ihm bin und ihn extrem mag. Aber der Bundestrainer hat sich für drei Kreisläufer entschieden." Zu Suton sagte er: "Es gibt kein richtig oder falsch in dieser Entscheidung." Der 22-Jährige sei ein Mann, "dem die Zukunft gehört". Die Entscheidung sei "nachvollziehbar und nicht  überraschend".

Eine Rest-Hoffnung auf die Heim-WM darf sich Reichmann ebenso wie Suton aber dennoch machen. Anfang Dezember hatte Prokop dem Weltverband IHF 28 Spieler für das Turnier vom 10. bis 27. Januar gemeldet. Während der WM sind maximal drei Wechsel mit Spielern aus diesem erweiterten Kader möglich. Die deutsche Mannschaft startet am Donnerstag in Berlin gegen Korea in das Turnier.

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Quelle: n-tv.de, cwo/dpa/sid

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