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Zehn Millionen Dollar fehlen Russlands Athleten droht die Höchststrafe

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Marija Lassizkene ist dreifache Weltmeisterin im Hochsprung - doch auch ihr droht der Olympia-Ausschluss.

(Foto: imago images/Xinhua)

Zehn Millionen Dollar muss Russlands Leichtathletik-Verband zahlen, die erste Rate ist fällig. Doch noch ist die Rechnung offen. Bleibt die Überweisung aus, hat das für als neutrale Athleten startenden Russen massive Konsequenzen für Olympia 2021.

Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lassizkene und weiteren russischen Top-Leichtathleten unter neutraler Flagge droht ein internationales Startverbot. Wie der Weltverband World Athletics (WA, ehemals IAAF) bestätigte, wolle man dem russischen Verband RUSAF keinen Aufschub bei der Strafzahlung von fünf Millionen Dollar einräumen und werde bei Nichtleistung bis zum Stichtag am 1. Juli zehn neutralen Athleten das Startrecht entziehen. "Wir bestätigen, dass wir den Antrag der RUSAF auf Zahlungsaufschub erhalten haben", sagte WA-Sprecherin Nicole Jeffery auf Nachfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Wir haben geantwortet, dass es keine Änderung der Sanktionen geben wird."

RUSAF-Vizepräsident Eduard Bezuglow hatte am Sonntag erklärt, der Verband verfüge nicht über den geforderten Betrag und wolle eine Stundung bewirken. In der vergangenen Woche hatten mehrere russische Athleten mit Lassizkene an der Spitze ihren Verband aufgefordert, die Strafe zu zahlen, da sie befürchteten, sie würden nicht nur "die nächste internationale Saison, sondern auch die Olympischen Spiele in Tokio" verpassen. Lassizkene gewann als neutrale Athletin 2017 und 2019 WM-Gold, 2018 siegte sie auch bei den Europameisterschaften im Berliner Olympiastadion.

World Athletics hatte seine Sanktionen gegen die seit 2015 suspendierte RUSAF im März wegen wiederholter Verstöße gegen die Anti-Doping-Richtlinien noch einmal verschärft und den Verband zu einer Zahlung von insgesamt zehn Millionen Dollar verurteilt. Neben der Geldstrafe, deren zweite Rate nach Zahlung der ersten zur Bewährung ausgesetzt wird, wurde festgelegt, dass höchstens zehn russische Sportler als neutrale Athleten bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen dürfen. Nun bleiben dem Verband noch knapp zwei Wochen, diese verschärften Restriktionen abzuwenden.

Quelle: ntv.de, tsi/sid