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Tour-Aus nach Zeitfahrsturz Schachmann bricht sich drei Handknochen

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Maximilian Schachmann konnte die Etappe zwar beenden, die Folgen seines Sturzes zwingen ihn aber zum Tour-Aus.

(Foto: imago images / Panoramic International)

Noch bevor er seine großen Aufgaben bei der Tour de France erfüllen kann, muss Maximilian Schachmann die Frankreich-Rundfahrt beenden. Nach einer falsch eingeschätzten Kurve crasht er in die Absperrung. Kurz zuvor war es an gleicher Stelle zu einem noch schlimmeren Unfall gekommen.

Das Tour-de-France-Debüt des deutschen Radprofis Maximilian Schachmann ist auf schmerzhafte Weise vorzeitig zu Ende gegangen. Der 25-Jährige vom Team Bora-hansgrohe erlitt bei einem heftigen Sturz im Einzelzeitfahren der 13. Etappe in Pau am Freitag Brüche von drei Mittelhandknochen in der linken Hand. Schachmann reist zur weiteren Behandlung schnellstmöglich nach Deutschland. "Ich bin zu schnell in die Kurve reingefahren und habe sie falsch eingeschätzt, die war tückisch. Mir ist die Straße ausgegangen, dann bin ich ins Außengitter eingetaucht", sagte Schachmann.

Der Berliner war im 27,2 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr in derselben Kurve zu Fall gekommen, in der vor ihm auch der Belgier Wout van Aert (Jumbo-Visma) schwer gestürzt war. Der Zeitfahr-Topfavorit war an einer Absperrung hängengeblieben und dann regelrecht vom Rad geschleudert worden. Van Aert blieb verletzt auf dem Boden liegen und konnte das Rennen nicht fortsetzen, sein Team vermeldete später eine tiefe Fleischwunde im rechten Oberschenkel - und das Tour-Aus.

Schachmann ist derweil nach Rick Zabel (grippaler Infekt) der zweite von elf deutschen Fahrern, für den die Frankreich-Rundfahrt vor der Schlussetappe  in Paris beendet ist. Seine beste Einzelplatzierung ist ein 16. Platz, den er sich auf der zwölften Etappe am Donnerstag aus einer Fluchtgruppe heraus erkämpft hatte. "Ich bin sehr traurig und enttäuscht", sagte Schachmann, "besonders weil ich dem Team jetzt nicht mehr helfen kann. Ich hatte eine wichtige Rolle für die Bergetappen, die ich leider nicht mehr erfüllen kann." Er war als Helfer für Kletterspezialist Emanuel Buchmann eingeplant, der um einen Top-Ten-Platz in der Gesamtwertung kämpft. Das Zeitfahren beendete er auf Rang 15.

"Würde Max ausfallen, würde mir ein wichtiger Helfer für die schweren Etappen fehlen", hatte Buchmann unmittelbar nach seiner Zieldurchfahrt gesagt. Nun hat er Gewissenheit. Das 14. Teilstück am Samstag zum Col du Tourmalet wird Schachmann nicht in Angriff nehmen. Zur Einstimmung auf die Kletterpartie zum Pyrenäen-Riesen wartet zur Hälfte noch der 117,5 Kilometer langen Etappe noch der Col du Soulor, mit 1474 Metern Höhe ein Berg der ersten Kategorie.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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